SAMTGEMEINDE NENNDORF (jl). Eine Wortänderung hat Politiker im Samtgemeinderat veranlasst, rege zu diskutieren. SPD-Fraktionsvorsitzender Udo Husmann hatte einen Antrag auf Hilfe für die Flüchtlingsarbeit gestellt.
Die Samtgemeinde müsse dringend für einen hauptamtlichen Beistand sorgen, wenn sie das ehrenamtliche Potenzial nicht vergrätzen will, führte Husmann aus. Die bisher eingerichtete Stelle reiche nicht aus, vor allem mit Blick auf die steigenden Flüchtlingszahlen. "Wir brauchen logistische Unterstützung in der Betreuung und Integration", forderte Husmann. Im Antrag heißt es wörtlich: "Die Verwaltung der Samtgemeinde Nenndorf wird aufgefordert, die personellen Voraussetzungen für eine verbesserte Unterstützung der Flüchtlingsarbeit in der Samtgemeinde Nenndorf zu schaffen [...]" Wie Samtgemeindebürgermeister Mike Schmidt erklärte, hatte der Samtgemeindeausschuss empfohlen den Wortlaut in "prüfen" zu ändern, um eine Verpflichtung zur Stellenschaffung auszuschließen. Werner Bövers (CDU) verwies darauf, die Federführung hier dem Landkreis zu überlassen. Den Vorschlag aus dem Ausschuss, die Situation zunächst prüfen zu lassen, werde er mittragen. Uwe Engelking (WGN) sprach von einem "guten Signal" gegenüber den Ehrenamtlichen, dem er zustimmen will. Husmann betonte, dass es der SPD nicht um neue Stellen gehe. Der Verwaltung sei es selbst überlassen, wie sie mit vorhandenen Ressourcen umgehe. Das Hin- und Herschieben des "schwarzen Peters" müsse aber endlich aufhören. Husmann blieb hartnäckig: "Wir wollen die personellen Voraussetzungen schaffen!". Ratsvorsitzender Volker Busse ließ zunächst über diese ursprüngliche Version abstimmen –"Das ist echt unnötig", platzte Engelking dazwischen. Das Ergebnis: 15 Nein, 13 Ja, eine Enthaltung. Schmidt warf ein, er sei schockiert vom Vorgehen. Danach kam der vom Ausschuss vorgeschlagene um das Wörtchen "prüfen" modifizierte Antrag zur Abstimmung: einstimmig positiv.