REHBURG (jan). In viele Richtungen will der Rehburger Bürger- und Heimatverein in den kommenden Jahren arbeiten. Neben der Archivierung seiner Exponate solle auch ein Film über Rehburg gedreht und eine Ausstellung zu den Vertriebenen des Zweiten Weltkrieges konzipiert werden, führte der Vorsitzende Fritz Mackeben zur Hauptversammlung des Vereins aus.
Zwei große Schränke voller historischer Unterlagen, darunter viele Originale, scannt der Verein derzeit ein. Der Allgemeinheit sollten sie über die Digitalisierung zur Verfügung gestellt werden können, sagte Mackeben. Ebenso wie diese Aufgabe wird auch der Film, den das Ehepaar Helga und Erich Hitz über das Leben in Rehburg dreht, nicht in 2016 fertig gestellt – gut Ding will eben Weile haben. In der ersten Jahreshälfte soll aber eine Ausstellung für das Heimatmuseum präsentiert werden, die Schriftführerin Angelika Suer vorbereitet. Sie führt derzeit Interviews mit Rehburgern, die nach dem Zweiten Weltkrieg als Vertriebene in den Ort kamen. Deren Lebensgeschichten sollen in die Ausstellung einfließen, in deren Mittelpunkt eine Karte mit den Fluchtwegen stehen wird. Bevor es jedoch zu dieser Ausstellung kommt, stehen im Heimatmuseum mit Saisonbeginn zum Wochenende vom 12. und 13. März archäologische Artefakte im Mittelpunkt, zu denen der Beauftragte für Archäologie des Vereins, Jürgen Rieger, eine Ausstellung vorbereitet. Er arbeitet zudem daran, die Exponate des Museums, die in die archäologische Abteilung gehören, zu archivieren. Die "Initiative für Rehburg", die der Vorsitzende Mackeben in 2015 ins Leben gerufen hat und deren vorrangiges Ziel die Verschönerung des Ortsbildes ist, wird ebenso weiterarbeiten. Geplant sei für dieses Jahr, an diversen Brückengeländern im Ort Blumenkübel anzubringen, sagte er. In der Stadtverwaltung werde zurzeit noch geprüft, ob die Straßenlaternen darüber hinaus mit Blumenampeln versehen werden könnten. Termine wie Klönabende, etwa zu Rehburgs Ehrenbürger Ernst Jünger, eine zweitägige Fahrt und der große Aktionstag rund um das Museum stehen ebenso auf dem Plan wie auch ein Abend mit einer Akkordeon-Gruppe aus Wasserstraße. In dieser Gruppe spielt auch Vorstandsmitglied Horst Thies mit – der in der Versammlung für seine 25-jährige Mitgliedschaft ausgezeichnet wurde. Foto: jan
