Detmold (ck). Miteinander forschen – das ist die Projektidee des Netzwerks Bildungshaus Weerth-Schule, Gymnasium Leopoldiunum, Kita "Rolli Raupe", Kita "Wundertüte" und Kita Awo Herberhausen. "Aufeinander abgestimmte Lehrpläne und Materialien für Kindertagesstätten, Grund- und weiterführende Schulen können dazu beitragen, dass Kinder anschlussfähige Kompetenzen erwerben", erklärt Iris Hansmann, Rektorin der Weerth-Schule. "Wir haben Schnittstellen", so Hansmann weiter. Im gemeinsamen Unterricht, in Forscher-AGs von Bildungshaus Weerth-Schule und Kitas, in Forscher- und Naturwochen können alle Altersgruppen experimentieren. "MINTeinander" (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft, Technik) bedeutet naturwissenschaftlich-forschendes Lernen. Die bereitgestellten Lernmaterialien für Kitas, Grundschulen und weiterführende Schulen bauen wie eine Spirale aufeinander auf und ermöglichen so bildungsstufenübergreifendes Lehren und Lernen.
Den Schülern werden im Elementar- und Primarbereich Kompetenzen vermittelt, an die sie in den weiterführenden Schulen nahtlos anknüpfen können. Um diese entsprechenden Materialien anschaffen zu können, haben sich alle Einrichtungen bei der Telekom-Stiftung beworben und als Netzwerk den Zuschlag erhalten. Der beinhaltet Experimentierboxen, Forschermaterial zum Thema Magnetismus und Weiterbildungen im Kollegium. "Wir müssen auf Augenhöhe voneinander wissen", erklärt Hansmann. "Das ist ein neues Qualitätsmerkmal, sich gegenseitig fortzubilden, um als kompetenter Ansprechpartner zur Verfügung zu stehen", ergänzt Sabine Baden-Powell von der Kita "Rolli Raupe" begeistert. Im Rahmen der Kooperation werden daher auch Räumlichkeiten in der Lernwerkstatt des Leos und im Forscherlabor (mobiler Bauwagen) gemeinsam genutzt, es gibt gemeinsame AGS und Forscherwochen für Kita- und Schulkinder. Auch das extra geschulte Personal der Kitas arbeitet in der Grundschule mit. Außerdem haben Grundschüler die Möglichkeit zur Teilnahme an Neigungskursen im notenfreien Raum im Leopoldinum. "Handlungsorientiertes Miteinander, das macht allen Schülern unterschiedlichster Altersklassen Spaß", erklärt Hansmann. Sie bezeichnet die regelmäßigen Treffs in den unterschiedlichen Einrichtungen als "sanfte Übergänge", bei denen die Kitakinder schon mal "Schulluft" schnuppern und die Grundschüler sich mit dem Leo vertraut machen können. Außerdem profitieren die einzelnen Schulen von diesem Austausch und können sich besser auf die neuen Schüler einstellen.
