Lügde (afk). Alles, womit man sich nicht ständig beschäftigt, kann man schnell vergessen und den Umgang damit verlernen. Um dem Vergessen vorzubeugen und im Brandfall gerüstet zu sein, haben alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Johanniter-Stift Lügde an zwei Tagen erneut den Ernstfall geprobt. Sie wurden dabei von den Feuerwehrleuten der freiwilligen Feuerwehr Lügde unter der Leitung von Björn Biesemeier geschult. Dafür stellte die Feuerwehr Lügde ihre Räumlichkeiten an der Feuerwache zur Verfügung. Es gab einen theoretischen Teil, indem die Grundlagen der Brandbekämpfung erläutert wurden, und es fand ein Austausch statt über Möglichkeiten der Evakuierung im Ernstfall.
Bei jedem Einsatz benötigt die Feuerwehr eine gewisse Zeit, bis sie vor Ort sein kann. Diese Zeit können die Mitarbeiter überbrücken und schon vor Ort Hilfe leisten, zum Beispiel mit Feuerlöschern und Löschdecken. Dies kann im Notfall Schlimmeres verhindern. Um den Mitarbeitern die Scheu zu nehmen und ihnen die Möglichkeit des Ausprobierens zu geben, fand diese Schulung statt. "Es kostet doch einige Überwindung, eine Löschdecke in die Hand zu nehmen und eine brennende Person zu löschen", befand eine Teilnehmerin. Hier haben die Feuerwehrleute die richtige Handhabung am Beispiel einer brennenden lebensgroßen Puppe aus Metall demonstriert. Danach konnten die Mitarbeiter selbst üben. Betroffene neigen bei Gefahr dazu in Panik zu geraten und wegzulaufen. Hier einen kühlen Kopf zu bewahren und die Person zu beruhigen und vor allem sofort die Flammen zu ersticken, hilft dagegen sehr. Den richtigen Umgang mit dem Feuerlöscher musste jeder der Anwesenden mehrmals selbst ausprobieren, um so die Hemmschwelle abzubauen und den Umgang zu verinnerlichen. Alle Mitarbeiter gingen gestärkt aus der Schulung hervor und bedankten sich bei den Feuerwehrleuten für die gute Fortbildung.
