WUNSTORF (tau). Die neue Ausstellung des Heimatvereins beschäftigt sich mit dem Thema Bodenfunde zwischen Weser und Leine. Am Dienstag fand die Eröffnung im Wunstorf Info statt. Leihgeber Olaf Stolze berichtete über die aus heimatgeschichtlicher Sicht interessanten Bodenschätze. Dazu gehören Münzen, Musketenkugeln, aber auch Werkzeuge aus der Bronzezeit. Die materiellen Zeitzeugen hat der Wunstorfer bei Suchaktionen in der Region entdeckt. Sie geben Aufschluss über Verläufe von Schlachten und das Leben in vergangenen Epochen. Die Archäologin und Kunsthistorikerin Daniela Hauf hat die Funde mit begutachtet und für die Ausstellung vorbereitet.
Sowohl Stolze als auch Hauf betonen, dass nicht jeder mit einem Metallsuchgerät auf Schatzsuche gehen darf. Die im Boden verborgenen Artefakte sind keine herrenlosen Gegenstände, sondern aufgrund ihres wissenschaftlichen Wertes per Gesetz geschützt. Deshalb werden Fundstätten öffentlich auch gar nicht benannt, um eine Zerstörung durch Hobbysucher zu verhindern. Zugelassene Sondengänger sind in der Regel geschulte Experten, die genau wissen, wie sie einen Fund zu behandeln haben. Die Ausstellung Bodenfunde wird voraussichtlich rund sechs Monate lang im Wunstorf Info gezeigt. Die Öffnungszeiten sind: Mittwoch bis Freitag von 10 bis 12.30 Uhr. Mittwoch und Donnerstag von 14.30 bis 17 Uhr und Samstag von 10 bis 14.00 Uhr. Foto: tau
