1. Zeitlos, romantisch und am Ende tragisch

    "Romeo und Julia" modern inszeniert / Kostenlose Einführung

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    WUNSTORF (mk). Shakespeares "Romeo und Julia" steht auf dem Programm des Kulturring Wunstorf. Die Tragödie kommt am Dienstag, dem 16. Februar, um 20 Uhr, im Stadttheater zur Aufführung. Um 19.15 Uhr gibt es eine kostenlose Einführung in das Stück auf dem Balkon des Theaters durch die Dramaturgin Cornelia Pook, TfN.

    "Romeo und Julia", geschrieben 1595/96, ist eine der frühesten Tragödien von William Shakespeare und sein erster großer und dauerhafter Erfolg in dieser Gattung. Die Geschichte der reinen, bedingungslosen Liebe von Romeo Montague und Julia Capulet, die sich eigentlich nicht lieben dürfen, weil ihre Familien seit Generationen bis aufs Blut miteinander verfeindet sind, ist die berühmteste Liebesgeschichte der Weltliteratur. Oder wie Shakespeare-Forscher Ulrich Suerbaum sagt: "Romeo und Julia leben im allgemeinen Bewusstsein als Verkörperung einer ekstatischen Liebe, die den Liebenden überwältigt und die Umwelt und ihre Ansprüche vergessen lässt und welche die Individualität beider Personen in eine gemeinsame Identität umwandelt – eine Liebe, bei der eine kurze Dauer und ein tragisches Ende die "andere Seite der Intensität sind." Bis heute prägt Shakespeares meistgespielte Tragödie unser Verständnis von der bedingungslosen tragischen Liebe, die so pur und deshalb zeitlos ist, dass jedes historische Korsett sich im Grunde selbst verbietet. Aber nicht nur des Themas Liebe wegen, dieses größten aller Gefühle, wird "Romeo und Julia" immer aktuell bleiben. Zugleich ist diese Tragödie ein humanistisches Bekenntnis für ein friedliches Zusammenleben von Menschen – unabhängig von familiärer Herkunft, Religion oder Rasse. Ein Zusammenleben, das darauf beruht, die eigene Freiheit und die Freiheit des Gegenüber zu respektieren. "Hier dreht sich viel um Hass, doch mehr um Liebe", sagt Romeo zu seinem Freund Benvolio. Eine gesamtgesellschaftlich sehr erstrebenswerte Utopie, deren Umsetzung so mancher sich – welch passendes Bild – zu Herzen nehmen sollte. Foto: privat

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