Oerlinghausen/Kreis Lippe (nok). Mit eines symbolischen Spatenstich haben Landrat Dr. Axel Lehmann und Oerlinghausens Bürgermeister Dirk Becker am vergangenen Wochenende den offiziellen Startschuss für ein gemeinsames Bauprojekt gegeben. An der Robert-Hannning-Straße entsteht in den nächsten Monaten eine neue Rettungswache. Gleichzeitig wird die Fahrzeughalle der Freiwilligen Feuerwehr erweitert. Bei normalem Bauverlauf könnten die Retter des Malteser Hilfsdienstes bereits im Sommer vom neuen Standort ihre Rettungseinsätze fahren. Mit Fertigstellung des Neubaus endet für die Retter die zuletzt recht beengte Dienstzeit in der bisherigen Wache an der Robert-Kronsfeld-Straße. Der Standort in unmittelbarer Nähe zum Segelfluglatz entsprach nicht mehr den Anforderunge an eine moderne Wache. "Beispielsweise können die Hygienevorschriften nur noch mit hohem finanziellem und personellem Aufwand eingehalten werden", erklärt Meinolf Haase, Leiter des Bevölkerungsschutzes des Kreises Lippe. In der neuen Rettungswache schaffe der Bau von reinen ("weißen") und unreinen ("schwarzen") Bereichen die Voraussetzungen dafür, um die Anforderungen an eine moderne Rettungswache zu erfüllen. Die neue Rettungswache wird vom Malteser Hilfsdienst Gütersloh betrieben und erhält neben zwei Stellplätzen und einer Waschhalle auch einen Sozialraum sowie vier Ruheräume. Für Lippes Landrat Dr. Axel Lehmann und Oerlinghausens Bürgermeister Dirk Becker ist die Zusammenlegung der Rettungswache mit der Feuerwache ein wichtiger Schritt zur Qualitätssicherung im Rettungsdienst beziehungsweise im Bevölkerungsschutz. Über 2.000 Einsätze haben die Oerlinghauser Rettungsdienstler im vergangenen Jahr gefahren. Die unterstreiche die Bedeutung der Wache in Oerlinghausen, sagten Beide am Rande des "Spatenstichs". Man wisse aus anderen Versorgungsgebieten, dass sich eine gemeinsame Wache positiv auf die Zusammenarbeit von Feuerwehr und Rettungsdienst auswirke, erklärte Dr. Lehmann und Dirk Becker unterstrich, dass die gute Partnerschaft zwischen Feuerwehr und Rettungsdienst dann auch räumlich gelebt werden könne. Die gleichzeitige Erweiterung der Feuerwehr-Fahrzeughalle, die als Teil der Ausschreibung des Kreises Lippe mit erfasst wurde, habe man durch die gemeinsame Vergabe Kostenvorteile erzielen können. "Diese Vorgehensweise ist ein vorbildliches Beispiel für die gut funktionierende interkommunale Zusammenarbeit in Lippe. Davon profitieren beide Seiten", freut sich Oerlinghausens Bürgermeister Dirk Becker. Die Planung des Baus der Rettungswache sowie der Erweiterung der Feuerwache erfolgt durch den Architekten Hermann Busse vom Architekturbüro Brand und Busse aus Schieder-Schwalenberg. Die Firma RRR Stahlbau GmbH aus Lage erhielt im Zuge eines Ausschreibungsverfahrens den Zuschlag für den Bau der Fahrzeughalle und den Rohbau der Sozialräume. Die Kosten werden sich voraussichtlich hier auf 750.000 Euro belaufen, Einrichtung inklusive. Im Hinblick auf die Erweiterung der Feuerwache erfolgte der Zuschlag nicht auf die Position im Hauptangebot, hier beauftragte die Stadt Oerlinghausen das mit dem Hauptangebot eingereichte Nebenangebot der Firma RRR Stahlbau GmbH, hier tritt RRR als Generalunternehmer auf. Grund für den Zuschlag des Nebenangebotes war die Begrenzung der Baukosten durch die Stadt Oerlinghausen hinsichtlich der Erweiterung der Fahrzeughalle auf max. 95.000 Euro. Diese Grenze konnte durch das das Nebenangebot eingehalten werden, ohne in der Qualität Abstriche zu machen.
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Zwei unter einem Dach
Rettungswache wird an die Robert-Hanning-Straße verlegt
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