1. Zeit und Aufmerksamkeit für andere

    1. Ehrenamtstag von diakonis mit Vortrag und Informationen am Samstag

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    Detmold (ab). Menschen in Pflegeheimen brauchen viel Zuwendung. Das ist allein mit hauptamtlichem Personal meist nicht zu leisten. Viele Menschen engagieren sich ehrenamtlich, um mit den Bewohnern Zeit zu verbringen – sie spielen Karten, gehen einkaufen oder spazieren oder unternehmen gemeinsame Ausflüge. Diakonis veranstaltet zum ersten Mal einen eigenen Ehrenamtstag. Er findet am Samstag, 13. Februar, von 10 bis 16 Uhr in der Kirche des Diakonissenhauses an der Marienstraße statt.

    Menschen aller Altersgruppen, die Interesse am Ehrenamt haben und sich unverbindlich über ehrenamtliche Arbeit bei diakonis informieren wollen, sind herzlich eingeladen. Wer bereits ehrenamtlich tätig ist, kann sich hier austauschen und seine Belange stärken. "Ehrenamtliche Mitarbeiter ersetzen keine hauptamtlichen Mitarbeiter, sondern stehen ergänzend und unterstützend zur Seite", betonen diakonis-Mitarbeiterinnen Anette Woop und Melanie Beuke vom Begleitenden Dienst. "In der Einzelbetreuung kann sich der ehrenamtliche Mitarbeiter oftmals mehr Zeit für die Bewohner nehmen." Das erlebe der Bewohner als sehr intensive Zuwendung. Aber auch Hilfe beim Transfer während der Ausflüge, Gestalten einer Spielrunde, Einzelbetreuung in Form von Besuchen und Spaziergängen oder gemeinsames Backen und Kochen seien ein paar Beispiele für verschiedene Tätigkeitsbereiche in der ehrenamtlichen Arbeit. "Jeder ehrenamtliche Mitarbeiter entscheidet, was und in welchem Umfang er ehrenamtlich leistet", sagt Woop. Und man unterliegt keinen Verpflichtungen. Die Vereinbarung zum Ehrenamt könne jederzeit wieder rückgängig gemacht werden. Wichtig sei sie aber, weil ein ehrenamtlicher Mitarbeiter bei diakonis im Schadensfall versichert ist. Volker Dörmeier ist seit 5 Jahren dabei. Er organisiert jede Woche dienstags und mittwochs Skat- und Knobelrunden im Seniorenwohnheim am Grünen Weg in Hiddesen. Angefangen hat es mit einer "Herrenrunde" im Seniorenzentrum an der Elisabethstraße. Es sei wichtig, dass auch Männer sich ehrenamtlich einsetzen, da sie eher diesen "Stammtisch-Draht" zu männlichen Heimbewohnern kriegen, meint Dörmeier. Für ihn als damals Arbeitslosen hat das Ehrenamt eine besondere Chance eröffnet: Mittlerweile arbeitet er auch hauptamtlich für diakonis und bringt das Essen auf Rädern. Renate Ebeling ist seit 6 Jahren ehrenamtlich bei diakonis tätig. Sie unternimmt mit den Bewohnern gerne Spaziergänge. Auf Wunsch geht es dabei sogar mitten durchs Kornfeld, gibt Renate Ebeling eine Anekdote zum Besten. Sie habe seinerzeit mitbekommen, dass am Grünen Weg ein neues Altenheim entsteht und sich beworben. Sie begleitet auch regelmäßig Bewohner bei Arztbesuchen. Nur schwere Rollstühle könne sie nicht mehr schieben, sagt die 72-jährige Ebeling. Aber beim Ehrenamt gilt: Jeder macht soviel und was er kann. Zwar gibt es bereits viele Betreuungsangebote, der Bedarf an ehrenamtlicher Unterstützung sei aber dennoch groß. "Bei einem Ausflug können wir so viele Bewohner mitnehmen, wie Personen da sind, die die Rollstühle schieben", machen Anette Woop und Melanie Beuke deutlich. Beim Ehrenamtstag wolle man daher weitere Menschen fürs Ehrenamt begeistern. Haupt- und ehrenamtliche Mitarbeiter von diakonis stellen die verschiedenen Möglichkeiten und den Bedarf in den einzelnen Häusern von diakonis vor. Außerdem gibt es Informationen, unter anderem zum Umgang und zur Kommunikation mit Menschen mit Demenz, und Angebote aus der Betreuung wie Musik und Bewegung, Singen und Sturzprophylaxe. Auf einer Stellwand sind konkrete Ehrenamtsgesuche aufgelistet. Zu Beginn des Ehrenamtstages steht der Vortrag von Uwe Sanneck, Theologe und Kabarettist aus Hamburg, der zum Thema "Die Eigenfürsorge – ich brannte aus und keiner merkte es, selbst ich nicht" spricht. Zu diakonis zählen rund 150 ehrenamtliche Mitarbeiter. Für sie gibt es interne Fortbildungen, jährlich einen Ausflug und eine große Weihnachtsfeier. Auch in den einzelnen Häusern finden für die ehrenamtlichen Mitarbeiter regelmäßige Treffen statt. Für eine bessere Planung bittet diakonis um Anmeldung bei Ingrid Klaas unter der Rufnummer (05231) 762-251 oder per E-Mail an "ingrid.klaas@diakonis.de".

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