1. Start frei für Baubeginn in der Mittelstraße

    Kanalbauarbeiten ab Mitte März – Baustellenzeitung soll informieren

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    Lemgo (nr). Die Vorbereitungen für die Sanierung und Umgestaltung der Mittelstraße laufen auf Hochtouren. Gleich fünf deutsche Firmen haben sich um die Ausführung der Tiefbauarbeiten beworben. Die Angebote liegen innerhalb des angesetzten Kostenrahmens. Termingerecht werden die Arbeiten Mitte März beginnen. Kopfzerbrechen bereitet den Stadtwerken noch die ein oder andere Neuverlegung der Fernwärmeleitungen. Mitte März – nach Moonlight-Shopping und verkaufsoffenem Sonntag am 13. März – beginnen die Kanalbauarbeiten für den ersten Bauabschnitt, der am Lippegarten beginnt. 2 Millionen Euro sind hier angesetzt. Bis Bauende 2019 werden die Kosten voraussichtlich bei 8 Millionen Euro liegen. Für den ersten Bauabschnitt haben sich fünf Tiefbauunternehmen aus NRW und Niedersachsen beworben, wie Bau-Geschäftsbereichsleiter Markus Baier erklärte. Aufgrund der Höhe der Baukosten war die Ausschreibung europaweit erfolgt. Nach genauerer Prüfung der Angebote wird Ende Februar der Zuschlag erteilt. "Wir stehen in den Startlöchern", konstatierte Bürgermeister Dr. Reiner Austermann vergangenen Freitag. "Die Planungen werden ermöglichen, dass die Stadt weiterhin voll funktionstüchtig bleibt, immerhin ist es zwar eine große Baustelle, aber keine Großbaustelle." Beginnen werden die Arbeiten etappenweise mit dem Austausch der maroden Kanäle. Die Stadtwerke werden vier bis sechs Wochen darauf mit den Versorgungsleitungen nachziehen. Auch die Bestellung des Pflasters wird eine gewisse Zeit in Anspruch nehmen, da dies nicht auf Lager produziert wird und erst über den Seeweg nach Hamburg und anschließend nach Lemgo gebracht werden muss. Um eine gute Erreichbarkeit der Geschäfte und die Freihaltung von Rettungswegen zu gewährleisten, werden die Bauabschnitte nur jeweils zwischen 30 und 40 Meter lang sein und zwischenzeitlich immer auch wieder zugeschüttet. Ab Mitte Juni könnten die ersten Pflastersteine liegen. Angedacht ist, dass Mitte November die Pflasterung im ersten Bauabschnitt abgeschlossen ist. Problematisch seien da nur die Arbeiten zur Fernwärme, wie der Geschäftsführer der Stadtwerke, Arnd Oberscheven am Freitag ausführte. "Es ist eine Herausforderung, die Fernwärme in die Häuser zu bringen. Die Leitungen müssen zum Teil komplett neu verlegt werden. Ohne Unterkellerung und Hauswirtschaftsräumen mitten im Gebäude ist das keine leichte Aufgabe." Die Leitungen seien damals zum großen Teil durch die Gärten oder Hinterhöfe verlegte worden. Diese müssten nun stillgelegt werden. Dass Fernwärme im Zuge von Klimaschutz in einer historischen Altstadt unumgänglich ist, machte Bürgermeister Dr. Reiner Austermann deutlich. "Es kann nicht sein, dass wir unsere Baudenkmäler in weiße Kunststofffenster und Styropor einpacken. Ein zeitgemäßes Haus kann man dennoch haben. Immerhin soll in der Innenstadt nicht nur gehandelt, sondern auch gewohnt werden." Details, wie Bänke oder Mülleimer stehen zurzeit noch nicht im Fokus. Die Entscheidungen darüber werden im Laufe der Baustellentätigkeit je nach Nachfrage fallen. Lemgo Marketing wird die Baumaßnahme informationstechnisch während der gesamten Zeit begleiten und koordinieren. "Wir setzen auf die Bereitstellung breitgefächerter Informationen rund um die Maßnahme", so Wolfgang Jäger, Geschäftsführer Lemgo Marketing. "Um die vielen Veränderungen zu dokumentieren, haben wir uns entschlossen, einen Agenturauftrag und einen Wettbewerb auszuschreiben." Die vierjährige Bauzeit wird jetzt die Werbeagentur "Redfox" von Nicole Reineke als Partner übernehmen. Der neu entwickelte Slogan "Anno 2016 – Lemgos neue Mitte" wird jährlich angepasst. Parallel zur Baumaßnahme in der Mittelstraße geht die Baustelle am Langenbrücker Tor voran. Hochwasserschutz und Brückenbau seien voll im Gange. Der angepasste Slogan dort lautet: "Anno 2016 – Stadt am Wasser". Laut Markus Baier sind die Slogans eine gelungene Kombination aus Traditionsbewusstsein und Moderne, etwas, das Lemgo ausmache. Die erste Baustellenzeitung wird Daten, Fakten, aber auch einen Infokasten für Kinder beinhalten. 25.000 Exemplare werden zu Beginn an Haushalte verteilt, oder liegen in Geschäften und Behörden aus. Einmal im Jahr ist eine umfangreichere Ausgabe angedacht.

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