Oerlinghausen-Helpup (kd). Der Zustand der Sportstätten bereitet den Mitgliedern des TuS Helpup weiterhin Probleme. Darunter leidet das Training. Betroffen sind das seit langem geschlossene Hallenbad, der darüber gelegene Gymnastikraum, die Halle am Kopphof, das Sporthäuschen und der Sportplatz. Es wurden bereits Gespräche mit der Stadtverwaltung geführt, berichtete der Vorsitzende Bernhard Pehle in der Jahresversammlung im Gasthaus Waldecker/Restaurant Mykonos. Seit 30 Monaten ist das Hallenbad schon geschlossen. Der Schwimmabteilung ist es gelungen, Trainingszeiten in Sennestadt zu erhalten. Dennoch sind seither 90 Mitglieder ausgetreten. "Aufgrund der Schließung entgehen uns jedes Jahr 5.000 Euro an Vereinsbeiträgen", klagte Pehle. Daher sei die Äußerung eines Ratsmitglieds, ein geschlossenes Bad entlaste die öffentlichen Kassen, auf wenig Verständnis gestoßen.
"Die Situation macht auch uns keine Freude", sagte Peter Synowski, Leiter des zuständigen Abwasserwerks. Er bat die TuS-Mitglieder um Verständnis, dass nacheinander vier unterschiedliche Schäden aufgetreten seien. Die beauftragten Handwerksfirmen seien jedoch bemüht, so schnell wie möglich Abhilfe zu schaffen. Die jüngste Störung führe zu einem Zeitverzug von weiteren zwei Monaten. Einen konkreten Eröffnungstermin wollte Synowski jedoch nicht mehr nennen, um keine falschen Hoffnungen zu wecken. "Bitte bedenken Sie, es handelt sich um ein altes Bad", sagte er. Ob der Einbau einer Edelstahlwanne besser wäre, hätte bei der grundlegenden Sanierung 2010 diskutiert werden müssen. Für die Gymnastikräume über dem Bad werde ein Architekt beauftragt, Pläne für eine sportstättengerechte Gestaltung zu erstellen, kündigte Synowski an. Die Sporthalle am Kopphof solle ersetzt werden, sagte Bürgermeister Dirk Becker in seinem Grußwort. Der Rat habe sich mehrheitlich für einen Ersatzbau und für eine Standortuntersuchung ausgesprochen. Es deute sich eine Lösung neben der vorhandenen Halle neben der Grundschule an. "Die absolute Mehrheit ist dafür, den Sport an einem Standort zu konzentrieren", sagte Becker. Jetzt müsse erst noch mit allen Beteiligten gesprochen werden. TuS-Vorsitzender Pehle bestätigte, dass der Verein einbezogen werde. Es bestehe Handlungsbedarf, denn gegenwärtig sei wieder einmal die Heizung ausgefallen. Ein weiteres Sorgenkind ist nach den Worten von Pehle das Sporthäuschen. Hier sei ebenfalls die Heizungsanlage sanierungsbedürftig. Nach einem Spiel könnten immer nur fünf Sportler warm duschen. Nach Auffassung von Peter Synowski ist das Sporthäuschen marode. "Die Heizanlage fällt häufig aus, weil es durchregnet. Sie sollten schnell eine Lösung finden für funktionsgerechte Räume." "Auch der Schlackeplatz ist nicht mehr zeitgemäß", erklärte Pehle. "Er muss durch einen Kunstrasenplatz ersetzt werden, da Spiel- und Trainingsbetrieb auf unserem Rasenplatz nur etwa sechs Monate pro Jahr möglich ist." Gespräche mit der Stadtverwaltung über eine Lösung seien schon eingeleitet. "Das Thema Sportstätten nimmt einen breiten Raum in der Vorstandsarbeit", sagte Vorsitzender Pehle. "Hätten wir einen Beauftragten für das Thema, so würde der sich sicher nicht langweilen."