1. Piraten rocken die Bühne

    Jecken feiern fröhlichen Karneval der Istruper Spielleute

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    Istrup (lig). Der Spielmannszug Istrup hatte zum 56. Karnevalsabend eingeladen und ein große Schar bunt gekleideter Jecken war gekommen. Temperamentvolle Tanzdarbietungen mit tollen Choreographien und Büttenredner, die aus dem Nähkästchen plauderten, wechselten sich auf der Bühne ab.

    Los ging es mit dem Einmarsch des Elferrats, deren Präsident Jürgen Berghahn anschließend durch das Programm führte. Er freute sich wieder Gäste aus der ostwestfälischen Karnevalshochburg Steinheim begrüßen zu können und kündigte die "Prinzensterne" der Steinheimer Karnevalsgesellschaft an. Die grün-weißen Mädels zeigten eine tolle Choreographie und präsentierten die ganze Leidenschaft des Karnevals ihrer Heimatstadt. Wie breit das Spektrum des Tanzes und der Choreographien ist, sah man anschließend, denn es kam eine weitere Tanzgruppe, die aber eine ganz andere Darbietung zeigte. Die Gruppe "Moved" des TuS Istrup brachte eine Piratenshow auf die Bühne, die teil schauspielerisch, teils tänzerisch, in Szene gesetzt war. Mit der Putze vom Kreis Lippe kam ein bekanntes Gesicht auf die Bühne, die wieder einiges zu berichten hatte. Das Solo-Tanzmariechen der Prinzensterne und der Mediziner schlossen sich an. Währenddessen hatte das närrische Volk richtig gute Laune und schunkelte und freute sich an den Darbietungen. Mit Spannung wird aber in jedem Jahr das Männerballett – in diesem Jahr mit einer feurigen Aufführung – und der Stadtbote, alias Annette Alabas, erwartet. Denn der Bote weiß immer einiges aus Istrup und Blomberg zu berichten. So wusste der Stadtbote von einer besonderen Geschwindigkeitsmessung zu erzählen – nämlich auf der Dorfstraße in Istrup. "Bei den klappernden Gullideckeln in der Dorfstraße handelte es sich nämlich um ein geheimes Projekt. Denn es wurde automatisch die Zeit gestoppt, die zwischen zwei Klappergeräuschen verging, wenn man nacheinander über die Gullideckel fuhr. Je schneller das Klong-klong, umso schneller das Fahrzeug", berichtete der Stadtbote. "Erst als genervte Nachbarn ein Warndreieick auf einen der Gullideckel stellten, gab es nur noch ein klong und somit keine Messung mehr". Auch die Bänke auf dem Marktpatz war ein Thema. "In einer Ratssitzung im Juni letzten Jahres kam die Frage auf, ob die neu angeschafften Bänke auf dem Marktplatz fest einbetoniert seien – auch in Hinblick auf die Polonaise an Schützenfest. Klaus Geise hatte das vehement verneint und behauptet sie seien transportabel", so der Bote und meinte "Es mag Zufall gewesen sein, dass man Klaus Geise ein paar Tage später im Baumarkt gesichtet hat, wo er sich nach Priesen für eine Flex erkundigt hat. Fakt ist aber, dass die neu aufgestellten Bänke kurz vor dem Schützenfest einfach auf Pflasterhöhe abgeflext wurden". "Meine Geschichten stimmen nicht ganz genau, tragt es mit Fassung und mit Istrup helau", beendete der Stadtbote seine Ausführungen, die noch über eine verirrte Flötistin, Windenergie und einer Gesundheitsstudie philosophierte. Und mit dem entgegengerufenen "Istrup helau" ging es dann in eine ausgelassene närrische Nacht.

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