Detmold. Die Lage im Nahen und Mittleren Osten ist Thema der Semestereröffnung der VHS Detmold-Lemgo. Am Dienstag 15. März hält der langjährige Nahostexperte der "Zeit", Dr. Michael Lüders, den Vortrag: "Wer den Wind sät, wird Sturm ernten – was westliche Politik im Orient anrichtet". Die Veranstaltung beginnt um 18 Uhr in der Aula des Grabbe-Gymnasiums.
Bürgerkriege in Nahost, IS-Terror vor unserer Haustür, Flüchtlingsströme: Die Lage im Nahen und Mittleren Osten ist seit Jahrzehnten verfahren. In seinem neuen Buch beschreibt Dr. Michael Lüders die westlichen Interventionen seit der Kolonialzeit und erklärt, was sie mit der aktuellen politischen Situation zu tun haben. "Seine schonungslose Analyse liest sich wie ein Polit-Thriller – nur leider wird die Realität beschrieben. Und Lüders gelingt es, die bisweilen verwirrende Geschichte der Region verständlich zu erläutern", sagt VHS-Direktorin Dr. Birgit Meyer-Ehlert. Das iranische Verhältnis zum Westen verstehe man nur, wenn man den von CIA und MI6 eingefädelten Sturz des demokratischen Ministerpräsidenten Mossadegh im Jahr 1953 berücksichtige. Ohne den Irakkrieg von 2003 und die westliche Politik gegenüber Assad in Syrien lasse sich der Erfolg des "Islamischen Staates" nicht begreifen. "Wer wissen will, wie in der Region alles mit allem zusammenhängt, der greife zu diesem Schwarzbuch der westlichen Politik im Orient", so Meyer-Ehlert. "Leider mussten wir die Semestereröffnung aufgrund anderer dringlicher Termine des Referenten verschieben. Wir bitten dies zu entschuldigen. Die Eintrittskarten behalten ihre Gültigkeit", sagt Meyer-Ehlert. Wer am neuen Termin nicht kann, wird gebeten, seine Karte zurückzugeben. Restkarten gibt es kostenlos in den VHS-Geschäftsstellen Detmold und Lemgo. Weitere Infos unter der Rufnummer (05231) 977-232.