1. Mambo von Charleys Tante

    Hommage an Heinz Rühmann vom "KulTour-Verein"

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    REHBURG (jan). Einen Abend im Zeichen des Schauspielers Heinz Rühmann hat der Rehburg-Loccumer "KulTour-Verein" in Rehburg angeboten. Komisch, anrührend, tragisch, wandlungsfähig und mit Stimme und Ausdruck, die dem Vorbild des Abends ganz nahe kamen, hat Michael J. Westphal die Menschen im Saal auf eine Reise durch das Schaffen Rühmanns mitgenommen.

    Komisch. In erster Linie ist Heinz Rühmann seinem Publikum als Meister in komischen Rollen in Erinnerung geblieben. Wie etwa als "Charleys Tante". Die hat der Musiker, Schauspieler und Sprecher Michael J. Westphal herrlich auf der Bühne des Rehburger Rathskellers Mambo tanzen lassen, hat dazu gesungen und den ganz eigenen Slang Rühmanns gekonnt imitiert. Die Lacher hatte er damit auf seiner Seite wie auch bei so vielen anderen unvergessenen Szenen, die er sich aus Rühmann-Filmen herausgepickt hatte und die schon beim Original Generationen zum Lachen brachten. Dass Rühmann an seiner Kleinheit litt und stets versuchte, größer zu erscheinen, dass er eigentlich gerne die tragischen Rollen, die großen Charaktere auf die Bühne bringen wollte, dann aber doch immer wieder für leichte, lustige Filme abonniert wurde und umso größere Freude empfand, als er den "Braven Soldaten Schwejk" und schließlich den "Hauptmann von Köpenick" spielen durfte – das erzählte Westphal nebenbei im Plauderton immer dann, wenn er sich an dem Kleiderständer auf der Bühne vergriff und von einer Rühmann-Rolle in die nächste schlüpfte. Die herausragende Kunst des kleinen großen Schauspielers zeigte sich besonders deutlich bei der verzweifelten Plauderei des Schwejk vor seinem Erschießungskommando, die ihn durch ihre Weitschweifigkeit rettet – er redet so lange, bis das Ende des Krieges verkündet wird. Herausragend hat Westphal diesen Monolog präsentiert wie viele andere auch. Dass der kleine Rühmann ihm ans Herz gewachsen ist, war in jeder Sekunde zu spüren. Das Publikum nahm dankbar an, was Westphal, Pianist Uli Schmid und Regisseurin Bettina Päselt zusammengestellt hatten. Großen Applaus gab es vom zahlreichen Publikum. Auf zwei weitere Hommagen an große Künstler kann sich indes das Publikum des KulTour-Vereins freuen: Für den 8. April ist ein Abend für Edith Piaf, in der zweiten Jahreshälfte eine Veranstaltung als Tribut an Louis Armstrong geplant.Foto: jan

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