Lemgo (ag). Bei der Unterbringung der nach Deutschland geflüchteten Menschen setzt die Stadt Lemgo auf mobile Holzhäuser. Als Standorte für kleine Siedlungen mit bis zu 13 Häusern sind bisher Lieme, der Sportplatz am Vogelsang und ein Grundstück in Kirchheide angedacht.
"Die Baugenehmigung für eine Siedlung, bestehend aus 12 Holzhäusern, am Lehbrinksweg in Lieme ist schon da", so Markus Baier, Leiter des Bereichs Stadtplanung und Bauen der Stadt Lemgo. Kanal und Infrastruktur sind in der Mache. "Wir gehen davon aus, dass Ende Februar die ersten Holzhäuser aufgestellt werden können und diese bis April bezugsfertig sind." Die kleinen Holzhäuser, die mit ihren etwa 60 Quadratmetern bei Bedarf bis zu zehn Personen beherbergen sollen, werden von örtlichen Unternehmen gebaut. Die Bauweise wird bei den bisher eingeplanten Häusern identisch sein. Etwa 60.000 Euro kostet eines der Holzhäuser. Am Rand des ehemaligen englischen Sportplatzes am Vogelsang sollen 13 der kleinen Häuser aufgestellt werden. "Diese Größenordnung wird als tragfähig für unsere dezentrale Strategie erachtet", so Markus Baier zu den generellen Überlegungen der Stadt Lemgo zur Unterbringung der Flüchtlinge. "Großsiedlungen sind nicht geplant." Das Grundstück am Vogelsang gehört dem Bund. Dieser wird sich an den Erschließungskosten (Straße und Kanal) beteiligen, denn eine Straße soll die dortige Siedlung mit der Schillerstraße verbinden. Auch in Kirchheide wird momentan ein Grundstück für den Bau einer Holzhaus-Siedlung geprüft.