Lemgo (ag). Die Gestaltung der Flächen rund um das Langenbrücker Tor nimmt langsam Formen an. Diplom-Ingenieur Rolf Krämer vom beauftragten Planungsbüro Kortemeier und Brokmann aus Herford stellte Anfang der Woche im Ausschuss für Wirtschaft und Stadtentwicklung die drei großen anstehenden Gestaltungs-Maßnahmen vor: den Anschluss der Brücke des Langenbrücker Tors an die Breite Straße, die Gestaltung der großzügigen Freifläche mit den Begaterrassen auf der anderen Seite der Brücke und die Abgrenzung des Parkplatzes zur Straße Langenbrücker Tor.
Die Straße Langenbrücker Tor soll, so Landschaftsarchitekt Rolf Krämer, "ein deutlicher Hinweis auf den Stadteingang sein und darum eine klare Führung bekommen". Die Planer stellen sich hier eine Allee für die Fußgänger vor, ähnlich wie an der Engelbert-Kämpfer-Straße. Dafür ist die Anpflanzung einer weiteren Reihe von Linden als Abgrenzung zum Parkplatz vorgesehen. Zusätzlich zu den Bäumen soll eine Buchenhecke die Straße vom Parkplatz trennen. Das Pflaster der großen Freifläche auf der stadtauswärtsliegenden Seite der Brücke soll aus Naturstein bestehen und so den historischen Charakter betonen. Die Betonelemente an der Brücke werden farblich bestmöglich angepasst und für die Sitzpodeste schlugen die Planer witterungsbeständiges Holz (Akazie oder Lärche), eingefasst in Stahl vor. Die Pflasterflächen von der Brücke in Richtung Breite Straße sollen ebenfalls aus Naturstein bestehen. Die Pflegekosten werden, laut Planer, bei allen Maßnahmen möglichst gering gehalten. Konkrete Entscheidungen, die Gestaltungsmaßnahmen betreffend, werden voraussichtlich am 1. März getroffen, wenn der Ausschuss erneut tagt. Etwa eine Woche vorher soll die Besichtigung zweier Musterflächen die Entscheidung der Ausschuss-Mitglieder über die Pflasterung erleichtern. Die Musterflächen werden, laut Geschäftsbereichsleiter Stadtplanung und Bauen Markus Baier, voraussichtlich im Bereich Breite Straße/Übergang zum Langenbrücker Tor oder auf dem Parkplatz Langenbrücker Tor zu sehen sein. Die favorisierten Steine sind der grau-bunte Wesersandstein, der auch vor St. Johann zu finden ist, und ein weiterer Sandstein, der Karbonquarzit, der aufgrund seiner Anmutung ebenfalls den historischen Charakter der Alten Hansestadt aufgreift. Es ist am Langenbrücker Tor – vor und hinter der Brücke – insgesamt eine Fläche von rund 1.300 Quadratmetern zu pflastern. Die Kosten für diese aus Deutschland stammenden Materialien sind in etwa gleich hoch.