REGION HANNOVER (mk). Die Arbeitslosigkeit im Januar 2016 ist gegenüber dem Vormonat um 2.366 Personen saisonal bedingt gestiegen. Der Arbeitslosenbestand blieb mit 47.537 Personen unter dem Vorjahreswert (-2.316). Die Arbeitslosenquote liegt damit über beide Rechtskreise bei 7,8% (SGB III 1,8%; SGB II 6,0%).?Insgesamt hatten sich 10.631 Personen im Januar arbeitslos gemeldet, 277 Personen mehr als im Vorjahresmonat. Gleichzeitig gab es 8.242 Abgänge aus der Arbeitslosigkeit, 903 Personen mehr als im Vorjahresmonat. Durch Aufnahme einer Erwerbstätigkeit, einer Ausbildung und Eintritte in Maßnahmen konnten 4.339 Personen ihre Arbeitslosigkeit beenden. Bei der Gruppe der 15 bis unter 25-Jährigen ist die Arbeitslosigkeit zum Vormonat auf 4.071 Personen (291) gestiegen. Zum Vorjahresmonat war dies ein Rückgang um 211 Personen. Die Arbeitslosigkeit bei der Personengruppe der Ausländer stieg gegenüber dem Vorjahresmonat um 6,4%. Bei der Gruppe der Deutschen sank sie um 8,9%. Die Gruppe der Arbeitslosen, die länger als ein Jahr arbeitslos waren, kann von der positiven Entwicklung inzwischen ein wenig profitieren. Dies gilt auch für den SGB II - Bereich. In der Grundsicherung (SGB II) waren 18.527 Personen (-427 zum Vorjahresmonat) länger als ein Jahr arbeitslos. Im Bereich der Arbeitslosenversicherung (SGB III) waren es 1266 Personen (-385 zum Vorjahresmonat). Ergänzend zur gesetzlich definierten Arbeitslosenzahl veröffentlicht die Agentur für Arbeit Angaben zur Unterbeschäftigung. Dazu zählen zusätzlich zu den Arbeitslosen auch Personen, die nicht als arbeitslos gelten, aber ohne Beschäftigung waren. Die Unterbeschäftigungsquote stieg auf 9,8% (2,2% im Rechtskreis SGB III und 7,6% im Rechtskreis SGB II). Das Stellenangebot sank im Januar zum Vormonat um 705 Stellen. 8.371 Stellen waren gemeldet, ein deutlicher Anstieg um 1302 (+18,4%) Stellen zum Vorjahresmonat.
Die Lageeinschätzung des gemeinsamen Arbeitgeberservice der Agentur für Arbeit Hannover und des Jobcenter Region Hannover: Im gewerblich technischen Bereich ist weiterhin kein saisonaler Rückgang im Baugewerbe zu verzeichnen, Stellen werden weiterhin gemeldet. Im KFZ-Gewerbe ist eine Belebung zu verzeichnen. Für Berufe aus der Chemie- und Pharmabranche (Fachkräfte und Helfer) werden in der Zeitarbeit vermehrt freie Stellen gemeldet. Anhaltend erhöhte Nachfrage nach Wach- und Sicherheitspersonal. Der Arbeitskräftebedarf im Bereich Erziehung und Unterricht, Sozialwesen und öffentliche Verwaltungen/ öffentliche Sicherheit hält an.