1. Liederzyklus der Romantik

    Reihe der Winterkonzerte endet mit Schuberts "Winterreise"

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    Bad Salzuflen-Bergkirchen (la). Am Sonntag, 7. Februar, enden die Winterkonzerte in der Kirche zu Bergkirchen um 16.30 Uhr mit der Winterreise von Franz Schubert. Zu Gast sind dann der Professor der Hochschule für Kirchenmusik Halle Christopher Jung (Bariton) und der Professor der Musikhochschule Detmold Piotr Oczkowski (Klavier). Die Winterreise ist einer der bekanntesten Liederzyklen der Romantik und wurde von nahezu allen bedeutenden Liedsängern (Bass, Bariton, Tenor), aber auch von Sängerinnen (Mezzosopran, Alt, Sopran) interpretiert.

    Anstelle von Eintrittskarten wird eine Kollekte gesammelt. Weitere Informationen sind auf der Internetseite "www.bergkirchen.net" oder per E-Mail an "musik@bergkirchen.net" erhältlich."Fremd bin ich eingezogen, fremd zieh’ ich wieder aus"– mit diesen Versen beginnt die "Winterreise", mit dem Schubert eine Darstellung des existentiellen Schmerzes des Menschen gelang. Im Verlauf des Zyklus wird der Hörer immer mehr zum Begleiter des Wanderers, der zentralen Figur der Winterreise. Dieser hat nach einem Liebeserlebnis, das bereits vor Beginn des Zyklus abgeschlossen ist, Liebe und Geborgenheit bewusst und aus eigener Entscheidung hinter sich gelassen und zieht ohne Ziel und Hoffnung hinaus in die Winternacht. Innerhalb des Zyklus lässt sich kein durchgehender Handlungsstrang erkennen. Es handelt sich eher um einzelne Eindrücke eines jungen Wanderers. Auf den 24 Stationen seines passionsgleichen Weges ist er zunächst starken Stimmungsgegensätzen von überschwänglicher Freude bis hin zu hoffnungsloser Verzweiflung ausgesetzt – von Schubert durch den häufigen Wechsel des Tongeschlechts verdeutlicht –, bevor sich allmählich eine einheitliche, jedoch vielfältig schattierte, düstere Stimmung durchsetzt. Im Ausklang des Zyklus trifft der Wanderer auf den Leiermann, der frierend seine Leier dreht, aber von niemandem gehört wird. Die Melodie erstarrt hier zur banalen Formel, das musikalische Leben hat sich verflüchtigt und das Gefühl scheint aus einem verloschenen Herzen entwichen zu sein – und doch gelingt Schubert in dieser Szenerie unendlicher Hoffnungslosigkeit hier eines seiner anrührendsten und gleichzeitig schlichtesten Lieder.

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