Lemgo (nr). Dank des Engagements des Inner Wheel Clubs Lemgo-Bad Salzuflen und großer Unterstützung der Lemgoer Einzelhändler, darf sich der Kinderschutzbund Lemgo über eine Spende von 1.750 Euro freuen. Der Erlös aus dem vorweihnachtlichen Überraschungspäckchenverkaufs der Inner Wheel Clubs wird zu hundert Prozent in die Schulverpflegung für bedürftige Kinder fließen.
"Kaum vorstellbar, dass es auch im beschaulichen Lemgo Kinderarmut gibt", sagt Sabine Dabrock vom Kinderschutzbund Lemgo. "So ganz normale Dinge, wie Frühstück oder Mittagessen, sind für einige Kinder in Lemgo eben nicht normal." Die 1.750 Euro-Spende des Inner Wheel Clubs wird rund 40 Kindern aus Lemgo ein Mittagessen in der Schule ermöglichen. Für manche dieser Kinder bedeutet das Schulessen die einzige richtige Mahlzeit des Tages. Immer wieder wenden sich die Schulen an den Kinderschutzbund, wenn Eltern ihrem Kind das Schulessen nicht finanzieren können. Gründe dafür können sehr unterschiedlich sein. Beate Schwarzrock vom Kinderschutzbund Lemgo weiß aber, dass die meisten betroffenen Familien unverschuldet in solche Situationen geraten. "Manchmal ist der Verlust des Partners oder Krankheit der Grund. Wenn das Einkommen der Eltern auch nur um 50 Cent über dem Satz liegt, erhalten sie keine zusätzliche Unterstützung mehr. Die Kinder leiden darunter am meisten." Auffällig für den Kinderschutzbund wurden diese Zustände in Lemgo erst mit der Aufnahme der offenen Ganztagsschulen vor einigen Jahren. Dort gehört das gemeinsame Frühstück und Mittagessen zum festen Tagesablauf. "Anfangs dachten wir, dass das nicht sein kann", so Sabine Dabrock, als die ersten Anfragen von Grundschulen kamen. "Ganz besonders nicht hier bei uns in Lemgo. Also haben wir in den Grundschulen recherchiert. Und natürlich hört das nicht mit der Grundschule auf, sondern geht auch in den weiterführenden Schulen weiter." Die Mitglieder des Inner Wheel Clubs Lemgo-Bad Salzuflen, die sich zur Spendenübergabe vergangenen Freitag selber ein Bild von der Arbeit des Kinderschutzbundes machen konnten, hatten in der Vorweihnachtszeit Überraschungspäckchen verkauft. Zuvor hatten Lemgoer Einzelhändler, Dienstleister und Privatpersonen neutral verpackte Gutscheine oder Artikel im Wert von 20 Euro gespendet, die dann für 10 Euro pro Päckchen verkauft wurden. "Mit der offiziellen Spendenübergabe erfahren die Geschäftsleute, dass ihre Spende auch da angekommen ist, wo sie dringend benötigt wird", betont Henny Schlingmann vom Inner Wheel Club. "Etwas, das auch für kommende Spendenaufrufe von großer Bedeutung ist."
