Lügde (afk). Als weiterer Baustein Im Rahmen des Handlungskonzeptes "Lügde 2015" wird jetzt eine weitere Maßnahme akut: die Sanierung des Lügder Rathauses, die in diesen Tagen beginnen und bis Oktober abgeschlossen werden soll. Gerechnet wird mit einem Investitionsvolumen von insgesamt 1,65 Millionen Euro.
Mit sämtlichen Serviceeinrichtungen einer modernen Kommunalverwaltung, der Polizeidienststelle, dem Tourismusbüro, der Arbeitsverwaltung und der kommunalpolitischen "Bühne" besitzt das Rathaus eine zentrale Dienstleistungs- und Versorgungsfunktion für die gesamte Stadt und ihre Besucher. Neben der Neugestaltung und Funktionsausrichtung des Markt-/Kirchplatzes, gilt es nunmehr das Rathaus der Stadt als Gebäude selbst auf künftige Anforderungen an ein modernes, funktionelles, energieeffizientes, barrierefreies und stadtbildprägendes Gebäude auszurichten. Für die energetische Sanierung, den barrierefreien Umbau und funktionalen Verbesserungen wurden im Rahmen der Städtebauförderung Bundes- und Landesmittel in Höhe von insgesamt 730.000 Euro bewilligt und durch die Stadt Lügde kofinanziert. Dadurch wird ein umfangreicher und dringend notwendiger Umbau des Rathauses ermöglicht, der in Form der fünf folgenden Maßnahmenpakete in den kommenden acht Monaten umgesetzt werden soll. Im Rahmen der Sanierung steht die energetische Sanierung mit dem Einbau einer Pellet-Heizungsanlage, der Erneuerung der Heizkörper und Rohrleitungen sowie des Daches (inkl. Wärmedämmung), die Dämmung der Kellerdecke, die Umstellung der gesamten Beleuchtung auf energiesparende LED-Technik und der Austausch der Eingangstüranlagen einschließlich eines Wiindfangs an. Zur Verbesserung der Barrierefreiheit werden ein Fahrstuhl eingebaut und die Sanitärbereich neu organisiert und modernisiert. Neu geschaffen wird ein Besprechungsraum, der bisher völlig fehlte. Die ehemalige Hausmeisterwohnung wird modernisiert und wird in Zukunft für Verwaltungszwecke genutzt. Der Haupteingang wird überdacht. Im Zuge der Brandschutzmaßnahmen werden ein erforderlicher zweiter Rettungsweg im ersten und zweiten Obergeschoss hinzukommen sowie eine Rauch-Wärme-Abzugsanlage und Brandschutztüren und Rauchmelder eingebaut. Zudem wird die Fassade des aus den 60er Jahren stammenden Gebäudes ebenso neu gestrichen wie auch die Wände, Decken und Treppengeländer im Rathausinneren. Zudem werden die Bodenbeläge und Türblätter ausgetauscht und eine moderne Telefonanlage und Servertechnik installiert. Diese umfassenden Sanierungsmaßnahmen werden während des laufenden Dienstbetriebs durchgeführt. Ganz "geräuschlos" wird das nicht vonstatten gehen können. "Es wird auch mit Auswirkungen beziehungsweise Einschränkungen für die Bürger verbunden sein", kündigt Bürgermeister Heinz Reker an. "Einige Mitarbeiter werden vorübergehend umziehen müssen." Erste Auswirkungen sind ab der kommenden Woche zu spüren: So wird das Jobcenter des Kreises Lippe am Donnerstag und Freitag (4. und 5. Februar) wegen des Umzugs geschlossen bleiben. Briefe können aber trotzdem noch eingeworfen werden. Für Notfälle ist die Zentrale des Jobcenters unter der Nummer 05231/45990 erreichbar. Ab dem 8. Februar ist das Jobcenter in der Vorderen Straße 15 zu finden. Den Fachbereich Finanzen mit der Stadtkasse wird voraussichtlich ab dem 8. Februar im 1. Obergeschoss im Trauzimmer und im Ratssaal untergebracht. Trauungen werden während des gesamten Sanierungszeitraums im Eingangsbereich des ehemaligen Franziskaner Klosters (Mittlere Straße 2) stattfinden. "Für die entstehenden Unannehmlichkeiten bitten wir unsere Bürger um Verständnis", so Reker. "Die Zeit der Sanierungsarbeiten wird für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie die am Bau beteiligten Handwerker eine große Herausforderung. Es wird aber sicherlich auch eine interessante Zeit. Wir alle sind bereits heute gespannt auf das Ergebnis der Anstrengungen.
