Rischenau (afk). Das Sportangebot im 400 Mitglieder starken TSV Rischenau ist klassisch zu nennen: Fußball, Gymnastik Turnen, Leichtathletik und Tennis gehören dazu Aber der Trend der Zeit zeigt sich auch beim Sportverein aus der Lügder Südstadt. Neue Breitensportarten drängen auch hier nach und haben Interessenten. "Für den Bereich Freizeit und Breitensport haben wir im Sommer eine Umfrage gestartet, um besser auf die Bedürfnisse unserer Mitglieder eingehen zu können. Aktuell suchen wir suchen jetzt zum Beispiel einen Übungsleiter für Zumba", erklärte der Vorsitzende Detlef Töberich im Rahmen der Jahreshauptversammlung. "Wir sind sogar bereit, einen Interessenten oder eine Interessentin dafür ausbilden zu lassen."
2015 sei aus der Sicht des TSV eher ruhig gewesen, bilanzierte Töberich in seinem Geschäftsbericht das abgelaufene Sportjahr im TSV. Es gab einige Rückschläge zu verkraften: Die 1. Herren Fußballmannschaft konnte die Bezirksliga nicht halten, blieb aber dennoch zusammen. "Die Truppe ist intakt, so dass wir in den nächsten Jahren vielleicht eine neue Chance bekommen", sieht der Vorsitzende die Lage realistisch. Größere Sorgen bereitet dagegen der Fußballnachwuchs: Trotz der langen Jugendspielgemeinschaft mit Elbrinxen, Sabbenhausen, Falkenhagen und Niese werde es immer schwieriger, Mannschaften in allen Altersklassen zu stellen. Hoffnungen setzt man nunmehr auf eine Erweiterung mit dem TuS Lügde. Die vorbereitenden Gespräche zur Gründung einer Stadtspielgemeinschaft laufen derzeit noch. Schweren Herzens hat der TSV Rischenau im letzten Sommer auch einen Schlussstrich unter das Kinder- und Jugendturnen gezogen – es gab einfach keine Interessenten mehr. Aber der Sport hat nach wie vor einen hohen Stellenwert im Lügder Ortsteil. Ortsbürgermeister Dieter Diekmeier verwies auf die grundsätzliche Bedeutung von ortsnahen Sportangeboten für die Bevölkerung. Man dürfe andererseits die Augen nicht davor verschließen, dass die Geburtenzahlen von sechs bis acht pro Jahr im Dorf alle Vereine vor neue Herausforderungen stelle. Er unterstrich zudem die wichtige Rolle des Sports als Integrationsfaktor für Asylsuchende und Neubürger. Ein lebendiges Bild dessen, was in den einzelnen Abteilungen im Verlauf des vergangenen Jahres geleistet wurde und wie man sich die nähere Zukunft vorstellt, gaben die Abteilungs- und Übungsleiter. "Ich danke allen Trainern, Betreuern, Schiedsrichtern, meinen Vorstandskollegen und vielen Helfern, die uns unterstützt haben", erklärte Detlef Töberich, der bei den erforderlichen Neuwahlen ebenso wie sein Stellvertreter Stephan Mehnert, Geschäftsführer Martin Eichmann und Jugendwart Jannik Müller in ihren Ämtern als geschäftsführender Vorstand bestätigt wurde. Auch der erweiterte Vorstand blieb nahezu unverändert: Stefan Biastoch (stv. Geschäftsführer), Ute Müller (Frauengymnastik), Karin Trompeter ((Leichtathletik und Sportabzeichen), Martin Eichmann (Sozialwart), Sebastian Tunke (Fußball) Wilfried Schäfer (Tennis), Horst Meier (Laufgruppe) werden zwei weitere Jahre tätig sein.vv
