1. Grüne Berufe kennenlernen

    Flüchtlinge besuchen verschiedene landwirtschaftliche Betriebe

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    LIETHE (gi). "Jeder Mensch hat Potenzial", so das Motto der Landwirtschaftskammer Niedersachsen. Gerade für Flüchtlinge gäbe es gute Chancen, in der Land- und Forstwirtschaft sowie im Gartenbau einen Job zu finden. Eingeladen wurden 30 in Hannover untergebrachte Flüchtlinge, meistens junge Menschen aus Syrien, dem Irak und dem Sudan, zu einer Besichtigungsfahrt. Das Spektrum der Interessierten war groß, unter ihnen befanden sich bereits in der Landwirtschaft tätig gewesene Menschen oder Tierärzte. Besucht wurden das Rittergut in Gehrden (Ackerbau, Obstbau und Direktvermarktung), das Rittergut Groß Munzel (Hähnchenmast, Ackerbau), der Hof von Fred Arkenberg in Kolenfeld (Milchkühe, Biogas, Ackerbau) und der Hofladen und das Hofcafé von Torben und Regina Wegener in Liethe. Ein Schweinemastbetrieb wurde nicht besichtigt. Der Rundgang auf dem Hof Wegener führte die Gäste zur Pferdezucht und dann weiter durch den Hofladen. Im Hofcafé während des gemeinsamen Kaffeetrinkens mit leckerem selbst gebackenem Apfelkuchen berichtete Regina Wegener über die Geschichte des Hofes und die derzeitigen vielfältigen Betätigungsfelder. Gefragt wurden die Flüchtlinge vom Leiter Geschäftsbereich Landwirtschaft der Landwirtschaftskammer Niedersachsen aus Oldenburg, Stefan Ortmann, wer sich vorstellen könne, in der Landwirtschaft zu arbeiten. Es kamen spontan drei Meldungen. Auch die Fragen waren nicht so üppig. Wie lange ein Praktikum und eine Ausbildung dauerten, welche weiteren Berufsaussichten es gäbe und wie hoch die Bezahlung sei. "Die Landwirtschaftskammer stellt sich ihrer gesellschaftlichen Verantwortung und unterstützt die Integration von Flüchtlingen", sagte Kammervizepräsident Heinrich Gruppe. Es würden Beratungs- und Qualifizierungsangebote für die Bereiche Tierhaltung, Gartenbau und Hauswirtschaft vorbereitet, mit denen die Flüchtlinge fit gemacht werden sollen für die Arbeiten im Agrarsektor. An den Betriebsbesuchen nahmen auch Vertreter der Agentur für Arbeit, des Landesverbandes der Maschinenringe, der Kreislandfrauen- und Kreislandvolkverbände sowie Integrationsbeauftragte und Flüchtlingsbetreuer teil. Foto: gi

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