Detmold (ck). "Dieser Neujahresempfang ist ein Dankeschön an unsere etwa 350 Ehrenamtlichen, die 50.000 Stunden ehrenamtlichen Einsatz für unseren Verein geleistet haben", begrüßte der Vorstandsvorsitzende Peter-Uwe Witt die zahlreich erschienen Gäste zum Neujahresempfang der Detmolder Bürgerstiftung im Foyer der Hochschule OWL. Er hoffe, dass die Anwesenden ins Gespräch kommen und sich untereinander und mit Vertretern der Stadt und Sponsoren austauschen.
Die stellvertretende Bürgermeister Christ-Dore Richter dankte der Bürgerstiftung für ihren unermüdlichen Einsatz und der Nutzung aller Ressourcen und für die Vernetzung. Die Vizepräsidentin der Hochschule, Professorin Claudia Fries, freute sich ihrerseits, in ihrem Haus den Rahmen für diesen Empfang bieten zu können. Sie selber leitet ein gerade erst gestartetes Integrationsprojekt an der Hochschule. "Ich kann ansatzweise nachvollziehen, welches Engagement Sie mit Ihrer Arbeit leisten", so die Professorin. Schon seit vielen Jahren kümmert sich die Bürgerstiftung um Flüchtlinge, die dauerhaft in Detmold wohnen. "Flüchtlinge werden Detmolder" heißt das Projekt, das Vorstandsmitglied für Finanzen, Kay Sandmann-Puzberg, vorstellte. In Detmold leben mehr als 120 Nationalitäten, um sie optimal zu betreuen braucht die Stadt Zeit- und Geldspenden, die alle garantiert genau da ankommen, wofür sie gespendet wurden. Auf das extra dafür eingerichtete Spendenkonto "Detmold engagiert sich für Flüchtlinge" (IBAN DE37 4765 0130 1010 0594 08) seien mittlerweile 12.000 Euro eingegangen. Der Vorstandsvorsitzende Witt ließ das Jahr Revue passieren und erlaubte einen Blick auf das für 2016 Geplante. So soll es einen weiteren Bürgerbrunch an der Ameide geben, und es wird ein zweiter Bücherschrank, diesmal am Hasselter Platz, aufgestellt. Ganz aktuell lag der aktuelle Fotokalender aus. Er wurde in Zusammenarbeit mit der Hochschule OWL erstellt. Unter der Leitung des Lehrbeauftragten Dirk Schelpmeier haben 25 Studenten der unterschiedlichsten Nationalitäten in ihrem Wahlpflichtfach Fotografie ihre Halbjahresaufgabe "Detmold mit der Kamera entdecken" mit gut 200 Exponaten belegt. 12 Motive wurden von einen Gremium für den Kalender "Besondere StaDTansichten 2016" ausgewählt. Die restlichen fanden ihren Platz in einer Fotoausstellung, die während des Empfangs und nur einige Tage darüber hinaus, im Foyer zu sehen waren. Der Dozent betont, dass er nur wenige Vorgaben gemacht hatte. "Ich wollte, dass die Studenten freie Hand haben. Sie sollten nicht mit dem Kalkül daran gehen, was könnte der Bürgerstiftung gefallen. Ich wollte, dass sie völlig unvoreingenommen auf Motivsuche gehen." Das ist ihnen geglückt. Viele der Gäste verweilten vor den Bildern und versuchten den jeweiligen Standort der zum Teil unbekannten Motive zu erraten.
