STEINHUDE (mk). Die Notgemeinschaft Steinhuder Meer ist enttäuscht über den von der Regionsverwaltung vorgelegten Entwurf für die Erweiterung des Naturschutzgebietes "Totes Moor". Dieser sei eine Provokation der Nutzer und Anwohner des Meeres. In einer Pressemitteilung machen sich die Mitglieder Luft: "Die Lektüre der Kommentare der überwiegend konstruktiven und berechtigten Einwendungen der Bürger und sonstigen am Verfahren beteiligten Gruppen und Institutionen drängen den Eindruck auf, dass eine wirkliche Kompromissbereitschaft zu keinem Zeitpunkt bestanden hat." Einer der traurigen Höhepunkte sei die mit Recht von der örtlichen SPD kritisierte "Flächenzuweisung" für den Großenheidorner Polder. Hier habe die Regionsverwaltung in Kenntnis der Tatsache, dass es um den bisherigen Polder bereits Auseinandersetzungen gegeben hat, die Erweiterungsflächen so definiert, dass eine Erweiterung aufgrund der Beeinträchtigung der Anwohner mit hoher Wahrscheinlichkeit gerichtlich verhindert werde. Der Notgemeinschaft dränge sich der Eindruck auf, dass dies vorsätzlich so gestaltet worden sei, um die Entschlammung des Meeres und dessen Sanierung dauerhaft vereitelt werde. Berücksichtige man weitere Pläne der Region, Stege in den Randbereich zu den Naturschutzgebieten entfernen zu lassen und das Naturschutzgebiet im Westenmeer um 700 Meter in Richtung Seemitte zu erweitern, müsse von Nutzern und Anwohnern von einer einseitigen Klientelpolitik für den Naturschutz und die Naturschutzverbände ausgegangen werden. Weiter heißt es in der Erklärung: "In diesem Zusammenhang hat die Notgemeinschaft Steinhuder Meer kein Verständnis dafür, dass vereinzelt Stimmen laut wurden, die bereits im Vorfeld von einem fairen oder tragfähigen Kompromiss gesprochen haben. Entgegen der Behauptung der Region Hannover gab es keine Gespräche mit den Wassersportlern. Die Region beruft sich zu Unrecht auf eine diesbezügliche Gesprächsführung mit einer kleinen Interessengruppe, die sich erst im Juli 2015 als Verein gegründet hat. Eine Legitimation der Anrainer und Wassersportler hat die Gruppe nicht." Die Notgemeinschaft appelliert nun an die Regionsabgeordneten, diesem ihrer Meinung nach einseitigen Verhalten der Regionsverwaltung eine Absage zu erteilen und auf eine ausgewogene und interessengerechte Planung zu bestehen. Die Notgemeinschaft macht deutlich, dass sie bereit ist, weitere Schritte in der Auseinandersetzung einzuleiten, mit über 4000 Mitgliedern fühlt sie sich hierfür gut gerüstet. Foto: mk
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Provokation für die Anwohner
Kritik an Erweiterungsplänen für Naturschutzgebiet
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