1. Teutoburger Jäger" können auch anders

    Die neue Formation "TJ & the funky hornets"überzeugte mit ihrem Sound

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    Oerlinghausen (kd). Ungewohnte Töne beim traditionellen Neujahrskonzert der Teutoburger Jäger: Im zweiten Teil des Frühschoppens präsentierte eine kleine Formation moderne Rhythmen. In der Aula des Niklas-Luhmann-Gymnasiums wurde dann sogar getanzt.

    Zu Beginn trugen die Mitglieder des Blasorchesters noch ihre grünen Westen und Krawatten. Auch die Musikauswahl entsprach dem bekannten Repertoire. Mit Märschen und Polkas erfreuten die Jäger und ihr Dirigent Philipp Kaiser das Publikum. Der Auftritt in Oerlinghausen steht jedes Jahr am Beginn der neuen Saison, die zahlreiche Konzerte bei Schützenfesten und anderen Gelegenheiten umfasst. Der Neujahrsfrühschoppen dient jeweils dazu, die im Winter einstudierten Stücke vorzustellen und auf ihre Tauglichkeit zu testen. Nach der Pause hatten sich zwölf Musiker umgezogen und traten in lässigen schwarzen Hemden als "TJ & the funky hornets" auf. Nicht nur die Kleidung kündigte einen grundlegenden Wechsel an. Schon nach wenigen Takten war klar, dass ein komplett anderer Musikstil in Richtung Tanz- und Stimmungsmusik eingeschlagen wurde. Gleichwohl dominierten auch hier die Bläser, die eine achtköpfige Sektion mit Trompete, Posaune und Saxofon bildeten. Die "Funky Hornets" ("Flippigen Hornissen") kamen mit ihren flotten, schnellen Titeln gut an und sorgten mit ihrer ausgesprochenen Spielfreude für gute Laune beim Publikum. Verena Oppitz und Philipp Kaiser besangen den "Movie Star", schmachteten "Diana" an und gestanden "Ich bin verliebt in die Liebe". Da bedurfte es gar nicht der Aufforderung "Warten Sie nicht so lange mit dem Tanz". Bei den Songs von Marianne Rosenberg "Ich bin wie Du" und "Er gehört zu mir" fanden die Paare schon von allein auf die Tanzfläche. Das Tempo steigerte sich allmählich und selbst schnelle Rock’n’Roll-Titel wie das unverwüstliche "Rama Lama Ding Dong" begeisterten die Zuhörer im Saal. Die Gesangsstimmen und die Musiker waren perfekt aufeinander eingestellt. Und Verena Oppitz überzeugte schließlich noch mit einem Potpourri aus Helene-Fischer-Hits. "Wir wollten mit der Zeit gehen", sagte der Vorsitzende der Teutoburger Jäger, Simon Farr, zur Gründung der neuen Band. Die ersten Proben begannen vor zwei Jahren. "Neben einer anderen kleinen Formation nur für Egerländer Blasmusik wollten wir auch diesen Bereich besetzen." Das Experiment scheint gelungen, dies war an den Reaktionen des Publikums abzulesen. Einer der Aktiven bei den "Funky Hornets" ist Rainer Potzkai. Farr ehrte ihn für seine fünfzigjährige Mitgliedschaft. Als musikalischer Leiter wirkte Potzkai zunächst in der Bigband und später als Dirigent des gesamten Blasorchesters. Keiner habe die Teutoburger Jäger im Laufe von 43 Jahren so entscheidend geprägt, betonte Farr. Ebenfalls geehrt wurde Jan Hendrik Köster, der dem Orchester seit 25 Jahren angehört.

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