Bad Salzuflen. Nachdem es im Sommer aufgrund einer beschränkten Raumsituation Engpässe bei der Unterbringung von Schülerinnen und Schülern in den Offenen Ganztagsgrundschulen der Stadt gegeben hatte, beschloss der Ausschuss für Bildung und Kultur die Einrichtung eines Arbeitskreises "OGS", bestehend aus Verwaltung, Schulleitung, Politik und Trägerinstitutionen der Offenen Ganztagsschulen. Aufgabe des Arbeitskreises war es, die zu erwartenden Zielquoten der zukünftigen OGS-Schüler pro Standort zu ermitteln und gleichzeitig einen Maßnahmenkatalog mit Prioritätenliste zu erarbeiten.
Dabei wurde deutlich, dass jeder Standort getrennt voneinander zu bewerten ist. So wurden die zukünftigen OGS-Schülerquoten in Einzelgesprächen mit den Schulleitungen festgelegt. "Die Gesamtquote der Stadt Bad Salzuflen für die Belegung mit OGS-Schülern würde sich demnach in Zukunft bei rund 70 Prozent beziehungsweise bei etwa 1.200 Schülern befinden", so Frank Sommerfeld, Vorsitzender des Arbeitskreises OGS. Festhalten will der Arbeitskreis an dem bisherigen Gruppenprinzip der Schulen, wobei für maximal 25 Kinder ein Gruppenraum vorgehalten werden soll. Dabei sollen alle Raumressourcen durch OGS und Schule gemeinsam genutzt werden. Einig war sich der Arbeitskreis auch darüber, dass Räumlichkeiten für eine adäquate Mittagessenversorgung vorgehalten werden müssen, die sich multifunktional nutzen lassen. Neben anderen Maßnahmen beschloss der Arbeitskreis den Bau von Mensen an den Grundschulen Lockhausen, Elkenbreder Weg, und Schötmar-Holzhausen-Standort Schötmar. An der Grundschule Ahornstraße sollen der Bühnenvorraum und die Aula zu einer Mensa inklusive Küche umgebaut werden. Eine Verbesserung der Raumsituation soll dann durch den Rückbau der Küchen und die Umfunktionierung zu Gruppenräumen erreicht werden. Abhängig von den jeweiligen Planungssituationen sollen die Baumaßnahmen im Laufe des Jahres 2016 begonnen werden. Die Mittel für den Ausbau beziheungsweise die Sanierung stehen im Haushaltsetat der Stadt für das Jahr 2016 mit 1,8 Millionen Euro zur Verfügung, heißt es in der Pressemitteilung des Arbeitskrieses OGS. Im Jahr 2017 soll nach Wunsch des Arbeitskreises für die Grundschule Wasserfuhr ein Gesamtkonzept erstellt werden, das die Schaffung einer Mensa und zusätzliche Raumressourcen auf dem Schulgelände vorsieht. "Ich halte das mit allen Beteiligten einstimmig erarbeitete Konzept für den Ausbau und die Sanierung der OGS-Standorte für einen wichtigen Schritt in die richtige Richtung. Gleichwohl werden Politik und Verwaltung nicht umhin kommen, die zukünftige Raumsituation an den OGS-Standorten stets im Auge zu behalten und auch in den Folgejahren in die Schulen zu investieren", so Sommerfeld abschließend. Der Beschluss des Arbeitskreises muss im Februar 2016 noch durch den Ausschuss für Bildung und Kultur bestätigt werden.