1. Familienberatung wird optimiert

    Neues Konzept, neue Leitung und neue Angebote / Basisversorgung vor Ort

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    WUNSTORF (tau). Mit einem neuen Versorgungskonzept, mehr Mitarbeitern und einer neuen Leiterin ist die Familien- und Erziehungsberatungsstelle, die auch eine Zweigstelle in Wunstorf unterhält, ins neue Jahr gestartet. Ruth Philippi ist seit dem 1. Januar mit der Teamleitung betraut. Die Diplom-Psychologin und Familientherapeutin wird zusammen mit ihren Fachkollegen eine Neuausrichtung der Einrichtung umsetzen. Das Konzept sieht vor, die bislang ungleichmäßige Versorgungssituation in der Region zu beseitigen und ein Netzwerk zwischen der Beratungsstelle und freien Trägern zu knüpfen. Es soll näher an die Menschen herangegangen werden, sagt Gesamt-Koordinator Matthias Möller. Das Personal soll dort zum Einsatz kommen, wo Bedarf vorhanden ist. Um das zu erreichen, hat die Region Hannover nicht nur mehr Geld für Personal bereitgestellt, sondern auch eine Unterteilung der Landkarte in Versorgungsgebiete vorgenommen.

    Die Städte Neustadt, Wunstorf, Garbsen und Seelze bilden das Versorgungsgebiet Nord-West. Von der Zentrale in Neustadt aus werden die Einsätze der Mitarbeiter in den Außenstellen koordiniert. Dort soll es auch regelmäßige Sprechstunden geben. Ziel ist eine Basisversorgung vor Ort, die früher als bisher ansetzt und damit mehr Prävention ermöglicht. Dafür arbeitet die Familien- und Erziehungsberatungsstelle mit Kindergärten eng zusammen. Die Basisversorgung wird auf Grundlage aller jungen Menschen unter 21 Jahren berechnet, sagt Möller. Das sind im Versorgungsgebiet Nord-West rund 36.000. Eine parallel stattfindende Zielgruppenversorgung orientiert sich an statistisch beschreibbaren Gruppen, die einen nachweislich erhöhten Beratungs- und Unterstützungsbedarf haben: Darunter fallen Haushalte Alleinerziehender mit Minderjährigen, Kinder und Jugendliche mit Mindestsicherungsleistungen, Kinder und Jugendliche mit Migrationshintergrund sowie Eltern mit niedrigem Bildungsgrad. Der Kontakt zur Erziehungs- und Beratungsstelle bleibt so einfach und niederschwellig wie bisher über Telefon unter 05032/95380, per Email unter FEB.Neustadt@region-hannover.de oder zu den normalen Anmelde- und offenen Sprechzeiten. Ein formales Antragsverfahren entfällt. "Wir wollen das Angebot auch den Menschen näher bringen, die sich bislang scheuen, den Schritt in die Beratung zu wagen", so Möller. Bis ins Jahr 2020 ist das Projekt zunächst finanziert. Foto: tau

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