1. Dämmplatten aus Holz liegen im Trend

    13. Lippische Altbau-Sanierungstage am 30. und 31. Januar in der Stadthalle

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    Detmold (ab). Wenn die Heizkosten zu hoch sind, steht für viele Hausbesitzer die Sanierung ihres Gebäudes an. Geballte Infos rund ums Dämmen, Heizungs- und Lüftungstechnik, Fenster, Türen und die Finanzierung gibt es bei den 13. Lippischen Altbau-Sanierungstagen. Die große Fachausstellung mit Vortragsprogram findet am kommenden Wochenende, 30. und 31. Januar, in der Stadthalle Detmold statt. Der Eintritt ist frei.

    Über 30 regionale Aussteller – Handwerker, Hersteller, Energieberater, Planer und Banken – sind wieder dabei. Das Angebot ist umfassend, "wir haben keinen thematischen Schwerpunkt", erklärt Mitorganisator Werner Landgraf vom Niedrig-Energie-Institut (NEI) in Detmold. So bleibe man neutral, denn alle Aspekte seien wichtig. In Sachen Dämmung seien die Standards und Anforderungen in diesem Jahr gleich geblieben. Allerdings müsse man mittlerweile einen Energieberater konsultieren, der einen "Sanierungsfahrplan" erstellt, um bei der KfW einen entsprechenden Förderantrag stellen zu können. So soll sichergestellt werden, dass geplante Maßnahme auch sinnvoll sind. Aufgrund verschiedener Medienberichte zum Thema Brandschutz bei synthetischen Dämmstoffen (wie Styropor) würden diese inzwischen sehr kritisch beäugt und hinterfragt. Für viele Hausbesitzer spiele aber auch die Frage der Ökobilanz eine große Rolle (wie viel Energie ist beispielsweise nötig, um einen Dämmstoff herzustellen?), erläutert Werner Landgraf. Er sieht eine Tendenz weg vom Styropor hin zu Dämmstoffen wie Steinwolle oder Holzweichfaser. Dämmplatten aus Holzfaser kommen vor allem im Außenbereich zum Einsatz und wirken dem Durchgang von Wärme sowohl im Winter, als auch im Sommer entgegen. Bei der Heizungstechnik sei derzeit die Kraft-Wärme-Kopplung, forciert durch die Wirtschaft, auf dem Vormarsch. Der aktuell niedrige Ölpreis ist für die Dämmbranche problematisch. Denn dadurch werden alternative Heiztechniken unattraktiv, weil sie preislich zunächst keinen Vorteil bringen. Landgraf rät, hier nicht zu kurzfristig zu denken. Alternativen zu Öl und Gas seien vor allem Holzpellet-Heizung oder – wo möglich – der Anschluss ans Fernwärmenetz der Stadtwerke. Eine Unsicherheit bestehe bei vielen Immobilienbesitzern aber auch in Bezug auf die allgemeine Entwicklung des Klimas. Wenn die Winter weiterhin relativ mild sind, sinkt der Druck, sein Gebäude muckelig warm einzupacken. Parallel zur Ausstellung gibt es an beiden Tagen insgesamt 16 Kurzvorträge zu interessanten Einzelfragen wie Bauteilsanierung, Haustechnik, Schimmel in der Wohnung, Erfahrungsberichten aus der Sanierungspraxis und Förderung und Finanzierung. Das vollständige Programm gibt es in der Mittwochsausgabe von "Lippe aktuell" und auf "www.zukunft-altbau.de".

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