1. Angstfreier Raum für das soziale Miteinander

    Neues Begegnungscafé will die Integration von Flüchtlingen unterstützen

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    Detmold-Remmighausen (ck). Nach dem Motto "Integration braucht Begegnung" wurde das Begegnungscafé im Remmighauser Gemeindehaus für Flüchtlinge und Bewohner des Ortsteils ins Leben gerufen. Ab sofort ist es jeden Dienstag von 14 bis 18 Uhr geöffnet, der Kuchen wird von einer ortsansässigen Bäckerei gespendet.

    Am Eröffnungstag zerschnitt der kleine Hussein Alanber mit seinen Geschwistern Zianalabdin und Khalid das rote-weiße Eröffnungsband. Papa Salim Alanber ist sich sicher, dass er und seine Familie wiederkommen werden. Initiatoren und Organisatoren des Begegnungscafés sind der Unterstützerkreis Spork-Eichholz/Remmighausen und Schönemark. Andreas Schmidt ist einer der Organisatoren und bringt es auf den Punkt. "Wir bieten hier einen angstfreien Raum, der das soziale Miteinander fördern soll. So kann die Sprache leichter erlernt und Kontakte geknüpft werden." Auch haben die Besucher die Möglichkeit, zusammen zu kochen, zu backen, zu musizieren oder Spiele zu spielen. Schmidt erklärte, dass der Unterstützerkreis drei Untergruppen gebildet habe. Zum einen den Besucherkreis, der die Flüchtlinge in Empfang nimmt und sie begleitet; er liegt in den Händen von Ortsbürgermeisterin Bärbel Droste. Außerdem das Begegnungscafé, welches von Monika Hartmann und Anita Gäbel geleitet wird und zu guter Letzt die Kleiderstube, die von Gisela Trompeter geführt wird. Hier sind Spenden von Teppichen, Gardinen, Spiegeln, Schulranzen und Kleinelektrogeräten sehr willkommen. Sie können auch im Kindergarten "Morgenstern" abgegeben werden. Ab Februar soll es eine Kindergartengruppe in den Räumlichkeiten des Gemeindehauses geben. Gut 60 Personen gehören dem Unterstützerkreis an, davon sind etwa 30 aktiv. "Die anderen sind in Warteposition und werden dann je nach Fertigkeit eingesetzt", erklärte Schmidt. Die zündende Idee einen Unterstützerkreis zu bilden und ein Begegnungscafé zu gründen kam auf nach dem ersten Treffen mit der Stadt Detmold, in dem bekannt wurde, dass Spork-Eichholz/Remmighausen als erste Flüchtlingen aufnehmen werde. Die Fachbereichsleiterin Jugend, Soziales, Schulen und Sport, Ilona Osterhaus zeigte sich begeistert und dankbar was der Unterstützerkreis hier auf den Weg gebracht hat. Finanziell unterstützt wird das Café auch vom VIU-Vereine und Institutionen-, dem Nachfolger der IGR, die mit diversen Aktionen und dem Sammeln von Spenden für eine gute zirka einjährige Anschubfinanzierung gesorgt hat. Die Räumlichkeiten werden dem Unterstützerkreis von der Kirchengemeinde Ost mietfrei überlassen. In den Ortsteilen hängen Plakate aus, die auf das Begegnungscafé hinweisen, außerdem gibt es Infos auf der App der Detmolder Stadtwerke ("Appmold") unter "Detmold hilft helfen". Die Stadtwerke sind die Hauptsponsoren. Eva Ellminger, Leiterin Marketing und Unternehmenskommunikation der Stadtwerke erzählt, dass Andreas Schmidt sie angesprochen habe. "Wir als Stadtwerke fühlen uns dem Ort verpflichtet." Das Portal, so Ellminger, sei als Börse gedacht, wie zum Beispiel zu den Themen: Sprachförderung, Wohnraumsuche, caritative Vereine und vieles mehr. Sie werde auch weiterhin im engen Kontakt mit Schmidt stehen und die Seiten auf dem aktuellen Stand halten.

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