1. Amerika! Lebenserinnerungen

    Lesereihe mit Frank Meier im Lippischen Landesmuseum

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    Detmold (la). Amerika! Das Einwanderungsland schlechthin. Seit über zweihundert Jahren kommen Einwanderer ins Land. Die boomende Wirtschaft des Landes lockte im 19. Jahrhundert ungezählte Menschen über den Atlantik. Der "amerikanische Traum" verhieß Freiheit, Glück und Wohlstand. Das "Land der unbegrenzten Möglichkeiten" hatte aber auch seine dunklen Seiten. Viele entkamen nicht der sozialen Not, lebten weiterhin in bitterer Armut. Und: Die Einwanderung Amerikas ging noch bis in das 19. Jahrhundert mit einer Massenversklavung von Afrikanern einher. Frank Meier stellt in drei Lesungen Außenseiter vor.

    Harriet Ann Jacobs (Lesung am 18. Februar) wurde in die Sklaverei geboren. Als junge Frau lief sie davon, versteckte sich lange, bis sie den Weg in die Nordstaaten wagte. Ihre Erinnerungen beschreiben die Sklaverei und den von Farbigen und Weißen gemeinsam geführten Kampf dagegen. Der Schriftsteller Jack London (Lesung am 17. März) war ein belesener Vagabund. Er lebte unter den Wanderarbeitern, die die Weite der USA durchmaßen, indem sie heimlich und stets gefährdet auf fahrende Güterzüge aufsprangen. Im Mittelpunkt der ersten Lesung, am Donnerstag, 28. Januar, steht ein Weltstar: Charles Spencer Chaplin. Als Kind einer verarmten Schauspielerin lebte er unter anderem in einem Londoner Armenhaus. Er kam als namenloser Einwanderer und wurde als Charlie Chaplin zur Leinwandikone. Sein Verhältnis zu dem Land war aber sehr zwiespältig. Immer wieder übte der Komiker Kritik an der Politik seiner Wahlheimat. Als Kriegsgegner musste er sich vor dem Komitee für unamerikanische Aktivitäten verteidigen. Nach einem Kurzbesuch in England verwehrte ihm der Geheimdienst die Rückkehr nach Amerika. Meier liest vor, kommentiert die Texte kurz und prägnant und ergänzt sie um Bildmaterial. Es entsteht ein ernüchterndes Bild des "amerikanischen Traums". Die Lesungen beginnen um 19.30 Uhr und kosten jeweils 5 Euro Eintritt oder 10 Euro bei Buchung aller drei Veranstaltungen. Karten sind im Museum erhältlich. Da die Plätze begrenzt sind, wird um Voranmeldung unter der Rufnummer 05231/99250 oder per E-Mail an "shop@lippisches-landesmuseum.de" gebeten.

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