1. Welche Gefahren gehen von der Halde aus?

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    Gegen Ende der Asbestproduktion in Luthe wurden die Produktionsrückstände mit wenigen Zentimetern Mulch und Grassamen bedeckt. Auf dieser dünnen Schicht über dem eigentlichen Haldenmaterial siedelten sich insbesondere schnell wachsende Birken an. Durch umstürzende Bäume oder Erosionen nach Starkregen besteht ohne ausreichende Sicherungsmaßnahmen immer die Gefahr, dass die Oberfläche des Ablagerungsmaterials zu Tage tritt. Trocknet das dabei freigelegte asbesthaltige Material aus, können Asbestfasern in die Umgebungsluft freigesetzt werden. Als Feinstaub werden die kristallinen Nadeln über die Atmungsorgane aufgenommen und können so bis in das Lungengewebe vordringen. Von der Asbestzementschlammhalde gehen keine direkten Gefährdungen für das Grundwasser aus, da die abgelagerten Stoffe nur wenig wasserlöslich sind. Allerdings ist das Sickerwasser, das sich aus dem Niederschlagswasser durch Kontakt mit dem Abfallmaterial bildet, stark alkalisch und verändert den pH-Wert im Grundwasser erheblich, wodurch aus dem Untergrund der Halde natürlich im Boden vorhandenes Arsen gelöst wird. Wie lange dauern die Sanierungsarbeiten? Es ist geplant mit den Arbeiten Ende 2016 fertig zu sein. Der Beginn der Baumaßnahme ist für Anfang April 2016 vorgesehen. Die Sanierungsarbeiten werden etwa neun Monate dauern, so dass die Sanierung bis zum Jahresende 2016 abgeschlossen sein wird. Wer kümmert sich um die Nachsorge? Der Erfolg der Sanierung wird durch eine systematische Kontrolle des Grundwassers überprüft. Dazu werden im Anstrom und Abstrom der Halde neue Messstellen eingerichtet. In einem Zeitraum von zunächst fünf Jahren wird das Grundwasser vierteljährlich auf Schadstoffe (Mineralölkohlenwasserstoffe, Polyzyklische Aromatische Kohlenwasserstoffe sowie Metalle wie Arsen, Blei, Cadmium oder Chrom) überprüft. Die Intaktheit der Oberflächenabdichtung wird über regelmäßige Sichtkontrolle im Zuge der Pflege- und Wartungsarbeiten sichergestellt.

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