1. Politisches Programm nun vorgestellt

    Naturschutzgebiet: Der CDU Ortsverband will sich gegen Entwurf der Region zur Wehr setzen

    Dieser Eintrag wird bereitgestellt durch Schaumburger Wochenblatt | Impressum

    GROSSENHEIDORN (tau). Der CDU Ortsverband hat sein politisches Programm für die anstehenden Wochen und Monate umrissen. Auf dem Neujahrsempfang sprach Ortsbürgermeister Manfred Wenzel verschiedene Themen an. Unter anderem den aktuellen Entwurf der Region zur Ausweisung des Naturschutzgebietes Totes Moor. Rund 90 Prozent der Einwände blieben darin unberücksichtigt, bilanzierte Wenzel das Papier. Besonders grotesk erscheint ihm der Umgang mit den Polderflächen. Die Region schlägt vor, eine mögliche Erweiterung des Geländes nur im südlichen Bereich des Polders und damit in unmittelbarer Nachbarschaft zur Wohnbebauung zuzulassen. "Den Schlamm direkt vor die Haustür der Anlieger zu kippen, da stellen sich bei mir die Nackenhaare auf", sagte Wenzel.

    Flächen im Norden seien aus Sicht des CDU Politikers hingegen besser geeignet und hätten aus dem geplanten Schutzgebiet herausgenommen werden sollen. Die Region folgte diesem Vorschlag allerdings nicht und schreibt als Begründung: "Im Nordosten des Polders befinden sich großflächig besonders schützenswerte Grünlandstandorte. Das Grünland soll erhalten bleiben, da der Prozentanteil der Grünlandnutzung seit Jahren rückläufig ist. Zudem befindet sich dort der mittlere Teil der Wiesenvogelschutzzone." Wenzel, der auch Regionsabgeordneter ist, kündigte an, mit weiteren Initiativen und Anträgen gegen den Entwurf vorgehen zu wollen. Ein weiterer Schwerpunkt wird der Neuausbau der Klosterstraße sein, den die Stadt in diesem Jahr vornehmen will. Inzwischen hat sich eine Bürgerinitiative gebildet, die sich dagegen mit guten Gründen zur Wehr setzt, sagte Wenzel. Er will das Thema auf die Tagesordnung der nächsten Ortsratssitzung setzen lassen. Außerdem startete der CDU Ortsverband eine Unterschriftenaktion, bei der es sich um die Wasserversorgung im Ort dreht. Großenheidorn wird vom Wasserverband Nordschaumburg mit hartem Wasser versorgt. Die CDU wünscht sich schon seit längerem ein Umstieg auf weiches Wasser und will deshalb dem Versorger ein Stimmungsbild der Bürger übermitteln. Für die Randstundenbetreuung und den Förderverein der Grundschule gab es einen Scheck über 300 Euro. Das Geld stammt aus der Müllsackbörse, die der Ortsverband vor Jahresfrist organisiert hatte. Foto: tau

  2. Kommentare

    Bitte melden Sie sich an