Blomberg (lig). Drei Damen in festlichen Roben ließen schon ein bisschen von dem Flair erahnen, was Blomberg in diesem Jahr erwartet, denn die Nelkenstadt ist Gastgeber des Deutschen Königinnentag. Ein Stelldichein, zu dem 250 Königinnen aus ganz Deutschland sich die Ehre geben werden. Zum Neujahrsempfang versprühten die Kirschblütenkönigin Julia Pravemann aus der Rühler Schweiz sowie die Witzenhausener Kirschenprinzessin Laura Benderoth und Blombergs Nelkenkönigin Bianca Pollmann schon mal majestätischen Glanz. In gewohnt humorvoller Weise begrüßte der Vorsitzende von Blomberg Marketing, Hans-Oskar Wnendt die Gäste. "400 haben wir eingeladen und so rund 200 kommen meist", sagt er gegenüber Lippe aktuell. Und dass er die nicht ganz ohne Hintergedanken eingeladen habe, das gibt er jedes Jahr schmunzelnd aufs Neue zu; denn Blomberg Marketing hofft auf die Unterstützung, um die "schönste Stadt in Lippe", wie Wnendt stets betont, nach vorne zu bringen. "Das wird viel Energie brauchen, aber davor sind wir noch nie zurückgeschreckt", betonte er, denn in diesem Jahr sollen die Bereiche Kunst und Kultur vermehrt bearbeitet werden. Im Mittelpunkt der Rede von Bürgermeister Klaus Geise standen die Flüchtlingsfrage und die Entwicklung Blombergs in 2016. Zunächst sei die menschenwürdige Unterbringung vordringliche Aufgabe. Danach seien Sprachförderung, Präventionsarbeit und mit langem Atem viele weitere Schritte zur erfolgreichen Integration notwendig. Für ein gutes Zusammenleben brauche es dabei klare Verhaltensregeln und Prinzipien, die ohne Abstriche aus dem Wertekanon des Grundgesetzes zu entwickeln seien. In vielen Diskussionen zum Thema Flüchtlinge komme nach den ersten Sätzen ganz schnell ein relativierendes "Ja, aber …". "Ich würde mir wünschen, dass wir viel häufiger das ,Ja, aber … ersetzen durch ein ,Gerade jetzt .... Dann könnten vielleicht solche Sätze dabei herauskommen wie Gerade jetzt zeigt es sich, dass wir in Deutschland gut funktionierende Kommunalverwaltungen haben oder ,Gerade jetzt stellt sich unser soziales Gemeinwesen als ein Garant für ein friedliches Miteinander heraus oder ,Gerade jetzt lohnt es sich dafür einzutreten, dass wir auch künftig gut zusammenleben wollen. In Blomberg haben wir zum Glück eher diesen positiven Ansatz; wir stellen uns den Verantwortungen in finanztechnischer wie auch insbesondere in sozialpolitischer Hinsicht", so Geise. Bei diesen besonderen Herausforderungen im neuen Jahr sei es wichtig, den Blick auf das Gemeinwesen in Gänze nicht zu vernachlässigen. "Unsere Zielsetzungen zur Steigerung der Lebensqualität und der Attraktivität in der gesamten Großgemeinde müssten unabhängig sein von Sonderfaktoren – egal wie groß diese auch sein mögen und von wo auch gerade der Wind weht", so Geise, wobei er den Faden gleich weiterführte zu einem, wie er meinte, wichtigen kommunalpolitischen Thema des neuen Jahres. "Zur Vermeidung einer Verspargelung der Landschaft und um der Windenergie ,substanziell Raum zu geben, muss und will die Stadt Blomberg Konzentrationszonen für die Windkraft ausweisen", so Geise. Fünf Gebiete zeichneten sich ab, die in den kommenden Wochen in einem weiteren Offenlegungsverfahren auf ihre Eignung hin überprüft werden sollen. Beim städtebaulichen Entwicklungskonzept stehe in 2016 die Gestaltung der Stadteingänge im Mittelpunkt.
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Das Jahr der Königinnen
Neujahrsempfang von Blomberg Marketing
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