RINTELN (ste). Krieg, Zerstörung und Terrorismus bestimmten das Leben vieler Menschen, die aus ihrer arabischen Heimat geflohen sind. Ein wahrer Albtraum, der mit der Flucht aber noch nicht beendet war. In seinem Stück "Nightmare" beschreibt Autor und Regisseur Rushdie al Fatlawi die Gefahren und Strapazen der einer langen Reise, die viele nicht überlebten. Aufgeführt wird das Theaterstück am Donnerstag, 21. Januar, ab 19.30 Uhr im Brückentorsaal.
Tagelange Fußmärsche, bittere Kälte und die hochriskante Überquerung des Mittelmeeres wurden in Kauf genommen, in der Hoffnung auf ein Leben in Sicherheit in einem Land, in dem die Menschenrechte geachtet werden. Mit einer Gruppe junger Intellektueller aus Irak, Syrien und dem Libanon, die zurzeit in der Flüchtlingsunterkunft in der Prince Rupert School in Rinteln leben, hat Al Fatlawi das Stück inszeniert. Nach dem Stück benennt sich die Truppe als "Nightmare-Team". Die Schauspieler - allesamt Laien - bringen quasi ihre eigene Geschichte auf die Bühne, wodurch das Stück - das ganz ohne Sprache auskommt - eine ergreifende Authentizität erhält. Al Fatlawi, 37, hat langjährige Erfahrung als Regisseur im Irak, in Syrien und im Libanon gesammelt und unter anderem am National-Theater in Bagdad gearbeitet. Er möchte auch in Deutschland gerne weiter im Theater-Betrieb arbeiten. "Albtraum" ist hierfür eine hervorragende Visitenkarte. Karten gibt es ausschließlich an der Abendkasse und die Einnahmen werden für die kulturellen Projekte in der Flüchtlingsunterkunft verwendet. Die Karten sind für fünf/drei Euro erhältlich.