1. Meinberger Bürgereisbahn ist abgetaut

    Publikumsm agnet lockte 10.000 Besucher – Großer Dank an freiwillige Helfer

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    Horn-Bad Meinberg (ck/cp). 2012 wurde erstmals eine Eisbahn im Kurpark eröffnet, damals noch ohne Dach. Drei Jahre später haben mutige Horn-Bad Meinberger mit Unterstützung des Lions-Clubs Blomberg und rund einhundert ehrenamtlicher Helfer eine Neuauflage gewagt: Vier Wochen lang, vom 11. Dezember bis 10. Januar, hatte die überdachte Eisfläche am Brunnentempel geöffnet – und lockte rund 10.000 Besucher an.

    Dass die "Bürgereisbahn" ein solcher Publikumsmagnet werden würde, damit hatte keiner gerechnet. "Das Telefon stand an manchen Tagen nicht still. Es kamen Leute aus ganz Lippe zu uns. Unsere Erwartungen wurden bei weitem übertroffen", sagt Initiator Ralph Klare. Das Gesamtpaket sei der Schlüssel zum Erfolg gewesen, glaubt er: "Die Überdachung hat sich ausgezahlt. Wir hatten Regen, Schnee, Wärme – aber die Leute konnten bei jedem Wetter eislaufen." Die benachbarte Aqua-Show habe für zusätzliches Leben gesorgt. Auch die gemütliche Almhütte von Festwirt Meilenbrock habe wesentlich zum Erfolg beigetragen. Und nicht zuletzt: der Einsatz die vielen, vielen Freiwilligen. Insgesamt wurden 2.000 ehrenamtliche Stunden geleistet, beim Kassendienst, beim Schlittschuhverleih, der Pflege der Eisbahn oder bei der Nachtwache. "Das ist alles ganz, ganz prima gelaufen", fasst Klare zusammen. Zur Abtauparty am letzten Tag der Eislaufsaison wurden daher auch alle Freiwilligen auf das Eis gebeten und für ihr Engagement geehrt. "Vom Bürger für den Bürger, so könnte man diese Veranstaltung überschreiben", resümiert der federführende Organisator der Blomberger Lions, Dr. Bernd Sommer, sehr zufrieden. "Die Bad Meinberger haben sich mit ihrer Eisbahn identifiziert, auch die Stadt stand wie eine Wand hinter der Eisbahn." Eisfläche und in der Blockhütte hätten sich bei den Horn-Bad Meinberger zu einem beliebten Treffpunkt entwickelt, bestätigt Ralph Klare, der selbst jeden Tag an der Eisbahn unterwegs war. Viele Bürger seien auch einfach mal schnell auf eine Bratwurst oder einen Glühwein vorbeigekommen: "Man hat immer jemanden getroffen." Auch am letzten Tag waren noch einmal etliche Schlittschuhfahrer im Schatten des Brunnentempels unterwegs. Viele Bürger nutzen die restlichen Stunden, um noch einmal mit Eltern, Großeltern, Kleinkindern und Rollstühlen über das Eis zu gleiten. "Wir waren sehr oft hier, durch das Dach konnte man ja wirklich bei jeder Temperatur hier laufen", erzählt Veronika lachend. "Meine Tochter Marie benötigte nur die ersten drei Mal den kleinen Hilfspinguin, jetzt fährt sie schon ohne. Sie ist mächtig stolz und ich auch." Auch in der Blockhütte war am Sonntag noch ein letztes Mal Betrieb. "Ab 18 Uhr tauen wir die Eisfläche ab, dann geht hier die Party weiter", so Sommer. Wie es mit der Eisbahn weitergeht, ob es eine Wiederholung geben wird, darüber wird in einigen Wochen gesprochen. Wenn die Rahmenbedingungen wieder passten, sei es schon vorstellbar, so Klare. Jetzt wollen sich die Organisatoren aber erst einmal zurücklehnen, tief durchatmen – und Kassensturz machen. Der Überschuss soll als Spende an gemeinnützige Zwecke in der Region gehen. "Das hat jetzt Priorität."

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