KOLENFELD (tau). Ein Neubaugebiet in Kolenfeld, das wünscht sich der Ortsrat nach wie vor. Allerdings gestaltet sich die Realisierung schwierig, wie die Verwaltung mitteilte. Demnach fehle es bislang an der Verkaufsbereitschaft der Eigentümer von geeigneten Flächen am Haselnußweg oder an der Kanalstraße. Mehrere Treffen zwischen Vertretern der Stadt und den Eigentümern habe es bereits gegeben. Das Ergebnis: Zwei Eigentümer wären bereit zu verkaufen, weitere vier erst bei einem höheren Ankaufspreis und wieder andere könnten sich Vereinbarungen mit Tauschflächen oder Baugrundstücken vorstellen. Die Erwartung eines höheren Ankaufspreises könne die Stadt allerdings nicht erfüllen. Denn Ziel sei es, einen Verkaufspreis von maximal 150 Euro pro Quadratmeter nicht zu überschreiten. Damit ist die Schaffung eines Neubaugebietes vorerst nicht Sicht.
Die Mitglieder des Ortsrates bedauerten den aktuellen Sachstand, appellierten aber zugleich an die Eigentümer der Flächen, ihre Preisvorstellungen noch einmal zu überdenken. Die Nachfrage nach Baugrundstücken habe in den letzten Jahren noch einmal deutlich zugenommen, sagte Karl-Peter Philipps. "Wenn es jetzt nicht gelingt, dieses Baugebiet zu verwirklichen, wird es auch in 20 Jahren keines mehr geben", so der CDU-Politiker. Für die Zukunft des Dorfes sei es enorm wichtig, gerade für junge Familien attraktiv zu bleiben. Die zögen sonst woanders hin. Ortsbürgermeister Karsten Grobe (SPD) pflichtete bei und sprach von einer letzten Chance. "Um die gute Infrastruktur wie Kindergarten und Schule auch in Zukunft zu behalten, wäre ein Neubaugebiet enorm wichtig", so Grobe.