1. Hallenbad bleibt weiter (un-) dicht

    Eine weitere Verzögerung – Die Abdichtung im Hallenbad in Helpup hatte ein Loch

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    Oerlinghausen-Helpup (kd). Das Hallenbad in Helpup wird vom Pech verfolgt. Bei der umfassenden Sanierung des Fliesenschadens ist erneut eine undichte Stelle aufgetreten. Diesmal ist die Ursache anders gelagert: Durch die Abdichtungsschicht des Beckenbodens muss Wasser eingedrungen sein. Damit wird sich die Wiedereröffnung des Bades weiter verzögern. "Wir sind sehr traurig", meinte Peter Synowski, Leiter des zuständigen Abwasserwerks. "Dabei waren wir am 2. Dezember noch guter Dinge." An dem Tag hatte Synowski einige Ratsmitglieder und interessierte Bürger bei einem Ortstermin darüber informiert, dass von außen kein Wasser mehr eintreten kann. Zuvor waren eine Einstromdüse und ein Unterwasserscheinwerfer wieder abgedichtet worden. Kaum war die Besprechung beendet, entdeckte der bauleitende Architekt Lothar Albert von Planteam Ruhr mehrere Blasen auf dem Boden des tiefer liegenden Beckenteils. Sie hatten sich zwischen dem Estrich und der Abdeckschicht gebildet. Diese Schicht besteht aus einer Kunststoff-Zement-Mischung und wird sicherheitshalber zwei Mal aufgetragen. Beim Öffnen der Blasen zeigte sich Wasser. Nun war guter Rat teuer. Nach mehreren Untersuchungen kamen Vertreter der ausführenden Baufirma Leymann, des Herstellers der Abdichtung, Sopro, sowie der ohnehin eingeschaltete Gutachter zusammen. Sie alle konnten keine Ursache feststellen. Um sicher zu gehen, dass kein Wasser von unten in das Becken drückt, wurde eine Kernbohrung durch die Bodenplatte bis zur Kiesschicht vorgenommen. Auch eine Bohrung durch die Wand ergab denselben Befund: "Es kann definitiv ausgeschlossen werden, dass Grundwasser von außen eindringt", sagte Albert. Dies bedeutet nun: "Es muss ein minimales Loch sein. Wo es sich befindet, ist aber nicht feststellbar", erklärte der Architekt. Und Synowski ergänzte, dass schon ein kleiner Nagel unter einem Schuh der Auslöser gewesen sein könnte. Die Abdichtung musste großflächig aufgenommen werden und wird nun erneut aufgebracht. Nach dem Trocknen von Estrich und Beschichtung wird das Becken für eine weitere Dichtheitsprüfung langsam befüllt. Laut Vorschrift muss der Test 14 Tage andauern. Auch das allmähliche Ablassen des Wassers braucht wieder viel Zeit. Anschließend können die neuen Fliesen angebracht werden. Derzeit sind die meisten Flächen noch nicht gefliest. "Wir werden alles in Ruhe abarbeiten. Es ergibt sich eine Verschiebung um mindestens zwei Monate", sagte Synowski. In einem Aktenvermerk heißt es, dass "die Baumaßnahme, sofern keine weiteren Komplikationen auftreten, Mitte Mai 2016 abgeschlossen" ist. Synowski hingegen mochte sich nicht auf ein konkretes Datum für die Wiedereröffnung festlegen. "Ich werde keinem irgendwelche Hoffnungen machen", erklärte er. Fest steht jedenfalls, dass der Beginn des Schwimmbetriebs groß gefeiert werden soll.

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