1. Die Wunstorfer Ortswehr verzeichnet 
eine deutliche Steigerung der Einsätze

    Ortsbrandmeister Oliver Keuck blickt auf ereignisreiches Jahr zurück / Große Anzahl Geld- und Sachspenden

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    WUNSTORF (gi). Für Ortsbrandmeister Oliver Keuck war 2015 ein ereignisreiches Jahr in vielerlei Hinsicht. Das gelte für die vergleichbar hohe Zahl von Einsätzen (216) aber auch der Vielzahl von Veranstaltungen, Sonderdiensten und anderen Ereignissen. Keuck erwähnte in der Jahresdienstversammlung im Sozialzentrum des Klinikum die Neuorganisation in der Feuerwache, den großen Einsatz bei "Wunstorf swingt den Besen" oder auch die Verabschiedung des Stadtbrandmeisters Albrecht Meyer in den Ruhestand. Verschwunden sei auch die leuchtrote Ausstrahlungskraft des LF 16/12 und des TLF 16/25 durch neue Farben, das I-Tüpfelchen in puncto zukunftsweisender technischer Hilfeleistung sei die Indienstnahme eines neuen Hilfeleistungssatzes gewesen. Nicht verschont wurden die Helfer durch größere Schadenslagen. Es waren vier Unwetterlagen mit vollgelaufenen Kellern, Bäume und Autos mussten beseitigt werden. Belastend für die ehrenamtlichen Retter seien die Erlebniss bei Einsätzen mit Toten oder tödlich verunglückten Menschen gewesen. Für sechs kam jede Hilfe zu spät. Dazu kamen Einsätze bei versuchtem oder erfolgtem Suizid. Erfreulich stellte Keuck fest, dass es zahlreiche Bürger gab, die den Einsatz der Helfer mit einer Geld- oder Sachspende oder dem Eintritt in den Förderverein würdigten. "Es waren aber auch viele Dankeskarten und selbst gemalte Bilder und gebackene Kekse von Kindern, die uns mit ihren Klassen besuchten und einfach mal danke sagten", berichtete der Ortsbrandmeister. "Sie haben hervorragendes geleistet, stärken das Ehrenamt und sorgen für die Sicherheit der Bürger", lobte Bürgermeister Rolf-Axel in seinen Grußworten die Arbeit der Ortswehr Wunstorf. Eberhardt bekräftigte die Verlässlichkeit der Stadt gegenüber der Feuerwehr. Im ersten Halbjahr werde ein neues Fahrzeug eingestellt, die Kosten beliefen sich auf 440.000 Euro. "Die Feuerwehr braucht gutes Material, wir werden die Finanzen selbstverständlich nicht kürzen", so der Bürgermeister. Es ärgere ihn aber das Anspruchsdenken einiger Bürger, weil immer mehr Klagen gegen Kostenbescheide der Feuerwehr eingingen. Stadtbrandmeister Volker Kentrat erwähnte die Wichtigkeit der Anschaffung von Rauchwarnmeldern. Es dürfe aber nicht die Wartung außer Acht gelassen werden. Nach der Auslieferung eines HLF in den nächsten Monaten sei die Ausschreibung für das zweite neue Fahrzeug erfolgt. Doch gäbe es kaum noch freie Kapazitäten bei den Ausstattern, deren Auftragsbücher seien voll. Kentrat betonte, dass die Jugendfeuerwehr auf einem guten Weg sei. Seit seinem Amtsantritt im Juli des vergangenen Jahres war Erster Polizeihauptkommissar Dirk Hallmann das erste Mal bei einer Hauptversammlung der Wunstorfer Wehr anwesend. Die Zusammenarbeit zwischen Feuerwehr und Polizei klappe prima. "Zwischen Feuerwehr und Polizei passt kein Stück Papier", so Hallmann. Das gute Verhältnis sei weiter zu pflegen, bei Unstimmigkeiten kann Hallmann angerufen werden. Foto: gi

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