WUNSTORF (tau). Die CDU fordert inzwischen eine schnelle Prüfung zur Ausweisung zusätzlicher Baugebiete in Wunstorf, auch über die geplante Ausweisung von zirka 25 Bauplätzen in Wunstorf Süd hinaus. Auch in den Ortsteilen soll über den Innenbereich hinaus Bebauung ermöglicht werden, teilt Sprecherin Christiane Schweer in einem Schreiben mit. Die jüngste Diskussion zeige deutlich, dass mit der Mehrheitsgruppe SPD/Die Grünen "kein Blumentopf zu gewinnen sei", so Schweer weiter. Das 2014 von der Mehrheitsfraktion eingebrachte Papier zur zukünftigen Entwicklung von Wohnungsbau und Neubaugebieten sieht keine weiteren Entwicklungsmöglichkeiten insbesondere für die Ortschaften vor. Nach interfraktionellen Gesprächen konnte dieses Papier zwar etwas offener gestaltet werden, so Schweer, das war aber die einzige Möglichkeit etwas Spielraum zu schaffen. Das Papier habe sich zwischenzeitlich überholt und entspreche nicht mehr der Realität. Die CDU fordert ein kurzfristiges Umdenken der Mehrheitsgruppe SPD/Grüne. "Dazu werden wir zur nächsten Sitzung des Umweltausschuss ein entsprechendes Diskussionspapier einbringen", kündigt die Ratsfrau an. Eine gemeinsame Schnittmenge mit der SPD sieht Schweer im sozialen Wohnungsbau und der Schaffung bezahlbarer Wohnungen. In die Debatte um die Ausweisung neuer Baugebiete hat sich auch Ratsherr Bernd Wischhöver (AfD) eingeschaltet. Er weist in einer Presseerklärung darauf hin, dass der Ortsrat Steinhude vor zwei Jahren einen Antrag Wischhövers ablehnte, in dem es um die Neuausweisung von Bauland ging. Begründung: Kein Bedarf: Die jetzt von der CDU geäußerte Forderung nach neuen Baugebieten, um eine Abwanderung von Menschen nach Hagenburg zu verhindern, habe er damals auch schon formuliert, so Wischhöver. "Jetzt hat offenbar auch die CDU im Rat bemerkt, dass es ein Fehler war, sich auf wage Prognosen zu verlassen und Tatsachen außer acht zu lassen", erklärt der Ratsherr. Die Stadt wartet derzeit auf die Ergebnisse einer Wohnmarktanalyse. "Wir merken die Verknappung von Wohnraum und spüren einen zunehmenden Druck auf dem Wohnungsmarkt", sagt Stadtsprecher Hendrik Flohr. Sozialer Wohnungsbau ist ein Thema. Die Verwaltung geht davon aus, dass die Ergebnisse der Studie einen höheren Wohnraumbedarf anzeigen werden. Allerdings verfügt die Stadt über fast keine eigenen Flächen mehr, um Bauvorhaben umzusetzen. Lösungen in Kooperation mit privaten Eigentümern sind daher in der Diskussion. Foto: tau
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Diskussion um Schaffung neuer Baugebiete nimmt Fahrt auf
CDU fordert "kurzfristiges Umdenken" / Stadt wartet auf Wohnmarktanalyse
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