"Schreibe es doch links daneben", rät Annette Mechlinski der neunjährigen Linda und reicht ihr ein Stück Kreide. Mit einer Krone, die sie als einen der Heiligen drei Könige kenntlich macht, steht Linda auf einer Leiter im Eingangsbereich des Rehburg-Loccumer Rathauses. "Daneben"– das bedeutet, neben die beiden Segenssprüche, die von den Sternsingern bereits in 2014 und in 2015 über jene Tür geschrieben wurden. Im Foyer stehen unterdessen die übrigen Sternsinger und warten darauf, dass sie noch ein zweites Lied singen können. Matthias Struckmeyer, Stellvertreter des Bürgermeisters, nimmt entgegen, was die Sternsinger darbieten, versorgt sie mit Süßigkeiten und überreicht Mechlinski, die zum Team der katholischen Gemeinde Rehburg-Loccum gehört, einen Briefumschlag mit einer Spende. Segen bringen und etwas Gutes tun – das ist der Ansatz der Aktion. Überall dort, wo sie singen, bekommen die Kinder auch eine Spende. Projekte in Bolivien werden in diesem Jahr mit den Spenden unterstützt. Alle 27 Bistümer in Deutschland beteiligen sich mit solchen Aktionen daran. Die Rehburg-Loccumer Sternsinger haben im Rathaus ihrer Stadt mit ihrer Arbeit erst begonnen. Etliche Seniorenheime haben noch um einen Besuch gebeten und auch jede Familie, die solch einen Segen bekommen möchte, kann sich anmelden. Drei Tage lang wollen sie unterwegs sein. "Heute Abend gehen wir zur Familie Schwarz in Loccum", erzählt Mechlinski noch. Das sei immer eine besondere Aktion. Dort zeige Berthold Schwarz den Kindern in seiner Bibliothek alte Bibeln. Und den Segensspruch würden sie immer über den Kamin schreiben – damit der Teufel nicht ins Haus kommen könne. Voranmeldungen für das Jahr 2017 können bei Karin Gerke unter der Telefonnummer (0 50 37) 96 83 65 oder bei Annette Mechlinski unter der Telefonnummer (0 57 66) 10 05 schon jetzt erfolgen. Foto: jan
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Sternsinger bringen Segen in die Häuser
Aktion läuft bis heute / Spenden unterstützen Projekte in Bolivien / Morgen zentraler Abschlussgottesdienst
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