LOCCUM (jan). Drei Tage Berufsorientierung haben die Schüler der zehnten hauptschulklasse der Oberschule Loccum bekommen –"Stärken stärken" ist der Titel des Seminars in der Evangelischen Heimvolkshochschule Loccum gewesen
"Was möchtest du gerne noch lernen?" Die Antworten in der Runde der Zehntklässler sind vielfältig. "Sprachen – am liebsten alle!", sagt ein Mädchen. Andere möchten lernen, ein Flugzeug fliegen zu können, wollen Gedanken lesen, Körpersprache interpretieren, wollen noch besser Fußball spielen oder auch die Geschichte verstehen. Die Frage, die Theaterpädagogin Christine Gleiss gestellt hat, ist nur eine von vielen, teilweise auch sehr persönlichen, mit denen die Schüler an diesem Tag in der Evangelischen Heimvolkshochschule Loccum konfrontiert werden. Mehr über sich und seine eigenen Stärken herausfinden ist schließlich das Ziel. Da soll jeder auch über sich nachdenken und womöglich Auskunft geben. Die eigenen Stärken erkennen und sie für den weiteren Lebensweg nutzen – dieses Ziel verfolgt auch Monika Raudies, Sozialarbeiterin in der Loccumer Oberschule, und genau deshalb hat sie bereits zum fünften Mal für angehende Schulabgänger solche Tage organisiert. Was sie eigentlich werden wollen, wenn sie sich für einen Beruf entscheiden, sich an ihren eigenen Möglichkeiten orientieren, ebenso an den eigenen Neigungen und nicht nur nebenbei, sondern auch sehr konkret darauf vorbereitet werden wie sie sich mit ihren Bewerbungen und in Vorstellungsgesprächen gut präsentieren können – alle diese Ansätze verfolgen die Tage. Dazu gehört auch, sich im Team gegenseitig Tipps und Rückmeldungen zu geben und auch, Teamarbeit konstruktiv zu gestalten – wie im Spiel mit der kleinen Wolldecke, die einmal komplett gedreht werden soll während alle darauf stehen und keiner neben die Decke treten darf. Dass Absprachen dafür notwendig sind und die Aufgabe nur gemeinsam gemeistert werden kann, merken alle ziemlich schnell – und haben neben dem Wunsch, die Aufgabe zu schaffen, auch noch jede Menge Spaß dabei.Foto: jan
