1. Liberale ehren Mechthild Roth

    Gudrun Kopp hält Vortrag beim Jahresabschluss des FDP-Stadtverbands

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    Detmold . Die Freien Demokraten in Detmold haben ihren Jahresabschluss gefeiert. Im Rahmen der Veranstaltung wurde ein besonderes Mitglied geehrt. Mechthild Roth, die kürzlich ihren 90. Geburtstag feiern konnte und eines der langjährigsten Mitglieder im Stadtverband ist, war viele Jahrzehnte lang aktive Kommunalpolitikerin. "In besonders guter Erinnerung ist bis heute vor allem ihr herausragendes soziales Engagement, speziell für Frauen- und Kinderrechte", betonte der FDP-Stadtverbandsvorsitzende Ulrich Bartnick in seiner Laudatio. Die Jubilarin wurde zudem überrascht mit einem prachtvollen Blumenstrauß und einer Gesangseinlage von Franziska Scheffler (Sopran), begleitet von Dragan Ribic (Akkordeon) zu ihren Ehren. Der Jahresabschluss sei auch ein Dank an alle Liberalen in der Residenzstadt für ihren unermüdlichen Einsatz im Stadtrat und im Vorstand: "Wir Liberalen stehen zu unserer Tradition einer politischen Arbeit, die geprägt ist von Herz und Verstand", betonte Ulrich Bartnick. Den festlichen Rahmen ergänzte ein Vortrag von Gudrun Kopp, ehemalige Parlamentarische Staatssekretärin im Entwicklungsministerium und aktuell Vorstandsmitglied des Europäischen Netzwerkes der Politischen Stiftungen in Brüssel zur Flüchtlingsthematik. Krieg, Vertreibung und Perspektivlosigkeit hätten dazu geführt, dass weltweit über 60 Millionen Menschen auf der Flucht seien. Über Jahre sei politisch ignoriert worden, dass beispielsweise in Syrien ein furchtbarer Krieg tobe oder Diktatoren in einigen afrikanischen Ländern ungehindert ihr Unwesen treiben können und massenhaft Menschenrechtsverletzungen begingen. "Eine auf Nachhaltigkeit und gute Regierungsführung ausgerichtete Entwicklungspolitik, die Bildung und Ausbildung sowie wirtschaftliche Entwicklung ermöglicht, ist nicht allein im Interesse der Menschen vor Ort, in den armen Ländern, sondern genauso im Interesse unserer globalisierten Welt", so Kopp. Es werde Zeit, dass die Mitgliedsstaaten der Vereinten Nationen nicht nur auf dem Papier gut klingende humanitäre Werte, hochtrabende Ziele und finanzielle Hilfen beschließen, "was wir brauchen ist eine Koalition der Verlässlichen". Es sei genug diskutiert und aufgeschrieben worden zur Flüchtlingsthematik und jüngst zur Eindämmung des Klimawandels, "jetzt müssen endlich Taten zählen, denn die höchste politische Währung ist die des Vertrauens", plädierte die Entwicklungspolitikerin für das Einlösen von Versprechen. Den vielen Mitarbeitern in staatlichen Stellen aber vor allem den vielen ehrenamtlich tätigen Helfern in Flüchtlingsheimen in Detmold und ganz Lippe dankte Kopp abschließend ausdrücklich für deren großartigen Einsatz. "Sie praktizieren Menschlichkeit und leisten damit unbezahlbare Arbeit."

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