LAUENAU (al). Im Lauenauer Sägewerk ist künftig auch Platz für einen Basar. Der Rat des Fleckens Lauenau hat sich für eine Ausnahme von den bestehenden Nutzungsregelungen entschieden. Bislang waren Flohmärkte und ähnliche Veranstaltungen tabu. D a zas wird auch weiterhin so sein. Nur der Verein "Waldkindergarten Deister-Sünteltal" darf für seine Zwecke die große Fest- und Veranstaltungshalle nutzen.
Bislang fanden die Basare, die stets einen großen Besucherandrang erleben, in der Sporthalle Messenkamp statt. Doch seit dem dort verlegten neuen Fußboden ist das künftig nicht mehr möglich. Der Vereinsvorstand begab sich auf die Suche nach einer neuen geeigneten Fläche. Dessen Idee, das Sägewerk anzumieten, scheiterte an den vom Rat selbst festgelegten Bestimmungen. Wiederholt wurde das Thema diskutiert. Vertreterinnen des Vorstands ließen mit Anfragen bei Rat und Verwaltung nicht locker. Schließlich reichte die Lauenauer SPD-Fraktion einen Antrag ein mit dem Ziel, für den Waldkindergarten eine Ausnahme zuzulassen. Sprecher Uwe Budde begründete dies mit der Selbstfinanzierung des von Eltern gegründeten Vereins. Die Basarerlöse dienen neben den laufenden Beiträgen dazu, Fixkosten auszugleichen. Budde wies zugleich darauf hin, dass soeben erst die Samtgemeinde wegen nicht besetzter Plätze einen weiteren Zuschuss geleistet habe. "Somit wäre es paradox", heißt es in dem Antrag weiter, "den Waldkindergarten daran zu hindern, selbst Mittel aufzubringen". Der Rat folgte dieser Argumentation und lässt das Sägewerk für den Verein öffnen. Allerdings darf dieser maximal ein Vierteljahr vorher sich um einen freien Termin bewerben. Wie sehr der Waldkindergarten auf die Einnahmen aus seinen Basar-Veranstaltungen angewiesen ist, war zuletzt im Sommer deutlich geworden. Ein neuer Bauwagen musste für die "Waldmäuse"-Gruppe angeschafft werden. Die Kosten in Höhe von 25.000 Euro wurden aus den auch durch die Basare angesammelten Rücklagen aufgebracht.