STEINHUDE (gi). Eine Arbeitsgruppe der Ortsgemeinschaft Seeprovinz hatte sich zum Ziel gesetzt, ein Buch über die geläufigsten Beinamen und Spitznamen von Steinhuder Bürgern und ihre Entstehung zu schreiben. Es soll damit erreicht werden, für die nachfolgenden Generationen Eigenarten und Besonderheiten der Steinhuder festzuhalten. Nach dem Buch "Steinhude – Flecken zwischen Meer und Moor" im Jahre 2009 ist es das zweite, das die Ortsgemeinschaft Seeprovinz herausgegeben hat. Warum werden Beinamen an bestimmte Personen - und früher grundsätzlich nur an männliche - vergeben? Für die stetig wachsende Bevölkerung in den Ortschaften reichten die Vor- und Familiennamen einzelner Familien und deren Linien als Unterscheidungsmerkmale schon zu Beginn des letzten Jahrhunderts vielfach nicht mehr aus. In Steinhude behalf man sich, indem zunächst einzelnen Familien und Betrieben die Hausnummer, die bis 1936 als einzige Adresse galt, als Zusatz angefügt wurde. Straßennamen gab es zu der Zeit nicht. Die ursprüngliche, einfache Form der "Identifizierung" durch eine Hausnummer alleine war mit der kontinuierlich steigenden Bevölkerung nicht mehr möglich. Es begann die Blütezeit der Beinamen. Die alten, urwüchsigen Beinamen dienten dazu, einen Menschen oder auch einen Familienzweig genauer zu bestimmen und sie im gewissen Sinne auch zu charakterisieren. Die Arbeitsgruppe, initiiert von Wilhelm Pickert, mit Kathrin Götze-Bühmann, Jürgen Engelmann, Hergen Hennings, Gerhard Mai (†), Eckehard Spennemann, Jürgen Schoppe und Dieter Tatje, hatte sich zur Aufgabe gemacht, die häufig schon in Vergessenheit geratenen Beinamen und ihre Ursprünge in Erinnerung zu rufen und somit wachzuhalten. In einem weiteren Abschnitt werden dann die bekanntesten Bei- und Spitznamen in alphabetischer Reihenfolge beschrieben und – wenn es möglich war - erklärt. Es kam dem Team besonders darauf an, mit kuriosen Steinhuder Geschichten und Anekdoten diese Namensgebungen zu begründen und mit vielen Skizzen und Bildern, alle erstellt von Eckehard Spennemann, zu illustrieren. Zu beziehen ist das Buch über die Ortsgemeinschaft Seeprovinz im Schaumburg-Lippischen Heimatverein und ausgewählten Buchhandlungen/Geschäfte vor Ort. Foto: privat
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Dönekens von "Aalschreck" bis "Zuppenhannerich"
Buch des Heimatvereins über Spitznamen und ihre Entstehung
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