Bad Salzuflen . Die Schüler der Gesamtschule Aspe freuen sich über ein neues Sofa im Freizeit- und Spieletreff. Es wurde von Katja Steinmeier, der Mutter einer Schülerin aus dem Jahrgang 5, gespendet. Seit Beginn des Schuljahres 2015/2016 steht der gesamte Freizeitbereich im Erdgeschoss angrenzend an das große Pädagogische Zentrum der Gesamtschule zur Verfügung. Der Freizeit- und Spieletreff dient den Schülerinnen und Schülern der Ganztagsschule seitdem als Aufenthalts- und Begegnungsort in den Pausen. Hier können sie Freunde treffen, Brettspiele spielen, Musik hören, ausruhen, kickern und Billard spielen. Es gibt einen großen Raum für die Jahrgänge 5 bis 8 und einen weiteren, kleinen Raum für die Jahrgänge 9 bis 10, der später einmal das Silentium für die Oberstufe werden soll. Organisiert und betreut wird der Freizeit- und Spieletreff von den beiden Schulsozialarbeitern. Ein wechselndes Team von Schülern, das in den Pausen für die Spieleausgabe zuständig ist, unterstützt die Arbeit der beiden Sozialpädagogen. Im Durchschnitt wird der Spieletreff von 30 bis 50 Schülern aller Jahrgänge genutzt. Die Schulsozialarbeiter der Gesamtschule Aspe sind neben der Freizeitpädagogik, die ein Standbein im Ganztagsbetrieb der Schule darstellt, in dieser Zeit für ihre Schüler ansprechbar. Diese können sich im Spieletreff auch mit ihren Sorgen und Problemen an sie wenden. Wenn zum Beispiel eine Schülerin traurig davon berichtet, dass sie seit einiger Zeit mit ihrer besten Freundin einen Streit hat, der sie sehr quält, und wenn sich die beste Freundin auch gerade im Spieletreff befindet, kann auf Wunsch in der Sitzecke im hinteren Bereich des Spieletreffs ein gemeinsames, vom Schulsozialarbeiter moderiertes Gespräch stattfinden. Außerhalb von Unterricht und Klassenzimmer lassen sich Konflikte manchmal leichter lösen. Ebenso bietet die Arbeit im Spieletreff den Sozialarbeitern eine gute Möglichkeit auf Schüler aufmerksam zu werden, die "keinen Anschluss finden" oder allein am Tisch sitzen, während die Mitschülerinnen und Mitschüler in Kleingruppen gemeinsam Spiele spielen. Hier lässt sich sozialpädagogisch einwirken, indem einzelne Schüler und Schülergruppen angesprochen, zusammengeführt, ermutigt, motiviert und zu gemeinsamen Aktivitäten angeregt werden mit dem Ziel, Ausgrenzungen entgegenzuwirken. Besonders erfreulich ist, dass eine feste Gruppe von Schülerinnen und Schülern der "Internationalen Klasse", die seit dem Schuljahr 2014/2015 an der Gesamtschule Aspe sehr erfolgreich arbeitet, regelmäßig den Spieletreff besucht. Diese Schüler, die aufgrund ihres kulturellen, sprachlichen und oft traumatisierenden Hintergrunds eine große Hürde im Aufbau von Kontakten zu anderen Schülern und Erwachsenen in Schule zu überwinden haben, gelingt es im Spieletreff meist, erste Freundschaften zu knüpfen. Umgekehrt ist der Spieletreff für viele Asper Gesamtschüler oft die erste persönliche Berührung mit Flüchtlingskindern und deren Geschichte, nachdem sie schon viel in den Medien darüber gesehen und gehört haben. Es bleibt festzustellen, dass der Spiele- und Freizeittreff der Gesamtschule Aspe ein beliebter Treffpunkt geworden ist und durch das rote Sofa einen weiteren Anziehungsfaktor hinzu gewonnen hat.
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So lassen sich bereichernde Pausen erleben
Beliebter Freizeit- und Spieletreff in der Gesamtschule Aspe eingerichtet
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