Bad Salzuflen (dib). Bis Dezember 2012 hießen sie "Die fröhlichen AWOlinos". Seit Januar 2013 sind daraus die "Salzufler Musikanten" geworden, die seitdem mit großem Erfolg viele schöne Konzerte gegeben haben. Eines der schönsten davon war wohl das Weihnachtskonzert am 4. Adventssonntag in der Gelben Schule an der Martin-Luther-Straße, bei dem sie vom Shantychor Kalletal - einem eher ungewöhnlichen Shantychor, in dem nicht nur sieben Männer, sondern auch fünf Frauen den Ton mit angeben - mit weihnachtlich gesponnenem Seemannsgarn unterstützt wurden. Die Salzufler Musikanten in einer eher ungewöhnlichen Zusammensetzung mit Mandoline, Gitarre, Zither, Blockflöte, Klarinette, Mundharmonika, Trompete, Akkordeon und Keyboard - sowie der gemischte Shantychor präsentierten dem begeisterten Publikum im ausverkauften Saal der Gelben Schule ein buntes, und vor allen Dingen vielseitiges, heiter beschwingtes weihnachtliches Musikkaleidoskop, bei dem sie das Publikum von Anfang an geschickt mit einbezogen haben. Auf allen Plätzen lagen die Liedertexte bereit und die Salzufler Musikanten baten das Publikum, alle ihre Weihnachtslieder mitzusingen. Und so klang es aus allen Kehlen lautstark durch den Raum "Fröhliche Weihnacht überall", Morgen Kinder wird´s was geben", "Süßer die Glocken nie klingen" und "In der Weihnachtsbäckerei". Man merkte den Besuchern an, dass sie viel Spaß beim Mitsingen hatten. Etwas besinnlicher wurde es nur beim Andachtsjodler, auch wenn sich kein Zuhörer getraut hat, hier kräftig mitzujodeln. Zu den gemeinsamen Höhepunkten der Musikanten und der singenden Seeleute gehörten zwei Soli, gespielt vom Chorleiter Matthias Wagner (Trompete), Marita Piller (Klarinette) und der Leiterin der Salzufler Musikanten Hannelore Köhnen (Trompete), die "Was soll das bedeuten" und "Adeste fideles" zu Gehör brachten und dafür lautstarken Applaus bekamen. In allen Shantys und Seemannsliedern wird die Sehnsucht nach der Ferne, aber auch die nach der Heimat besungen. Auch in denen, die der gemischte Shantychor Kalletal immer im Wechsel mit den Salzufler Musikanten präsentierte. Die singenden "Seemänner und -frauen" stellten fest, dass St. Niklas ein Seemann war, weil er Wind und Meer liebte. Sie wussten, was Lolita schon 1960 besungen hatte, dass die Heimat des Seemanns das Meer ist, und sie besangen eine alte Seemannsweisheit, in der es heißt "Keine Frau ist so schön wie die Freiheit". Und mit Heinos bekanntem "Schwer mit den Schätzen des Orients beladen" machten sie dem Publikum auch noch musikalische Weihnachtsgeschenke. Aufgelockert wurde das etwa zweieinhalbstündige Programm von Hannelore Köhnen, die die Weihnachtsgeschichte vom verrückt gewordenen Tannenbaum und vorweihnachtliche Notizen aus dem Tagebuch eines elfjährigen Jungen vorlas und damit das Publikum zum Schmunzeln anregte. Ein Shantychor in ungewöhnlicher Zusammensetzung, eine ungewöhnliche musikalische Besetzung bei den Salzufler Musikanten und ein außergewöhnliches, aber tolles und flottes Weihnachtskonzert mit vielen deutschsprachigen Liedern, von dem die etwa 130 Zuhörer - mehr passen nicht in den großen Saal der Gelben Schule - begeistert waren und für das sie reichlich Applaus gespendet haben.
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Sankt Niklas war ein Seemann
Weihnachtskonzert der Salzufler Musikanten mit dem Shantychor Kalletal
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