LANDKREIS NIENBURG (jan). Die Ergebnisse der Elternbefragung zur Kindertagesbetreuung im Landkreis Nienburg liegen vor. Die Erhebung ist gemeinsam von der Kreisverwaltung, den Trägern der Kindertageseinrichtungen und deren Kitas in diesem Frühjahr durchgeführt worden. Ziel ist es, auf Grundlage der Ergebnisse die Arbeit in den Kindertageseinrichtungen im Landkreis kontinuierlich weiter zu entwickeln.
Die Umfrage zeigt unter anderem, dass aus Sicht der Eltern sowie der Fachkräfte Handlungsbedarf im Hinblick auf das Thema Kindeswohlgefährdung besteht. Dem wird der Landkreis unter anderem durch ein verstärktes Angebot im Bereich der Aus- und Fortbildung Rechnung tragen. Um Handlungsabläufe und strukturiertes Vorgehen zu fördern, hat der Kreis bereits einen "Kinderschutzordner" konzipiert, der für alle Kindertageseinrichtungen im Landkreis gedacht ist. Im Weiteren ergab die Studie, dass eine Intensivierung der Zusammenarbeit zwischen Eltern, Kita und Grundschule erforderlich ist. Seit einigen Jahren gibt es hierzu bereits ein- bis zweimal jährlich Thementage für Lehrkräfte und pädagogische Fachkräfte. Dabei geht es um Themen, die das Brückenjahr betreffen, wie etwa die Zusammenarbeit zwischen Kita und Grundschule, die Entwicklung gemeinsamer Standards, Sprachbildung und -förderung. Im Mai 2016 ist der nächste Thementag geplant. Dank der Datenerhebung stehen Trägern und Einrichtungen nun außerdem Datensätze zur Verfügung, aus denen Informationen zu den Bereichen Konzeption, Öffnungszeiten, Erziehungspartnerschaft sowie Fort- und Weiterbildung für das pädagogische Fachpersonal entnommen werden können. Die Auswertung der Elternbefragung ist durch das unabhängige sozialwissenschaftliche Institut Gebit aus Münster erfolgt. Dieses begleitet im Anschluss an die Erhebung die kommunalen und freien Träger sowie die Kitaleitungen im Rahmen von Workshops, die Gelegenheit zum Austausch über Ergebnisse und Anpassungsmaßnahmen geben. Nähere Informationen zum Thema gibt es bei Daniela Krone unter der Nummer (0 50 21) 967-7910.