Blomberg (lig). Stimmungsvoll, charmant, verträumt: Das Charles-Dickens-Festival setzte einen besonderen Akzent in der Vorweihnachtszeit in Blomberg. Es überzeugte durch ein besonderes Ambiente, einem Charme aus vergangenen Zeiten aber insbesondere auch durch eine anmutige Gemächlichkeit. Flanierten die Besucher durch die Stadt, gab es an verschiedenen Orten vieles zu entdecken. So präsentierte sich eine Apotheke zu Zeiten vor 100 Jahren. Historisches Handwerk, Flammlachs, gefilzte Hüte und vieles mehr zeigte sich in den Gassen, wobei die Stände nicht hintereinander aufgereiht waren, sondern an vielen Ecken, und Winkeln platziert waren. Ebenso die Musiker, die in kleinen Nischen spielten sowie die Christmas-Singers, welche von Chapeau dargestellt wurden und an wechselnden Orten ihre Weisen sangen. Zahlreiche Akteure schlenderten in historischen Kostümen durch die Gassen und ließen das 19. Jahrhundert aufleben. Mit gezogenem Zylinder grüßten die Herren und führten die Damen charmant durch die Gassen, die in ihren Kleidern ein absoluter Hingucker waren. Kinder spielten – in historischer Weise – mit einem Holzreifen, den sie mit einem Stock vorwärts bewegten. Ein Postmeister in kaiserlicher Uniform zierte das Stadtbild und ganz beliebt war eine Fahrt in der historischen Postkutsche. Die besondere Atmosphäre vergangener Zeiten und die bewusste Langsamkeit ließ die Besinnlichkeit verspüren, die manch einer gerade in der oftmals hektischen Weihnachtszeit sucht. Zufrieden mit der Premiere sind auch die Initiatoren. "Die Arbeit und all der Stress im Vorfeld haben sich gelohnt. Wir haben viele positive Rückmeldungen bekommen", sagt Jens Spicher von der Arbeitsgemeinschaft Blombergerland, die bereits beschlossen haben, dass es ein weiteres Charles-Dickens-Festival im kommenden Jahr am dritten Adventswochenende geben wird. Nach einem ersten Resümee haben die Planer bereits erste Verbesserungen ausgearbeitet. So sollen unter anderen die Ein- und Ausgänge sichtbarer gemacht werden, es soll mehr Markthändler geben und die Gassen vermehrt geschmückt werden. "Einiges konnten wir aus organisatorischen Gründen gar nicht mehr umsetzen, aber das wird für das nächste Mal nun angegangen", so Spicher. Auch habe der Sturm in der Nacht von Samstag auf Sonntag drei Händlern den Stand zerstört, so dass sie am Sonntag eine Lücke hinterließen, berichtet Spicher.
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Ein Markt zum Träumen
Charles-Dickens-Festival erzeugt besondere Atmosphäre
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