WUNSTORF (tau). Eine Lesung mit Eckhart Gruen und Alfred Schröcker über Einsichten von Matthias Claudius findet am Sonntag, dem 10. Januar, um 17 Uhr in der Abtei statt. "Der Mond ist aufgegangen"– ach ja, Matthias Claudius. 200 Jahre tot und der Mond geht immer noch auf. Man müsste mal den anderen Claudius auspacken, haben sich Eckhart Gruen vom Theater Nordstadt in Hannover und Alfred Schröcker aus Wunstorf gedacht. Die spitze Feder des Wandsbecker Boten hat nicht vor den großen Autoritäten seiner Zeit Halt gemacht: Ob es der berühmte Gotthold Ephraim Lessing mit seinen Theaterstücken war oder Goethes Leiden des jungen Werther – durch die freundlich-kritischen Anmerkungen von Claudius fühlte Goethe sich beleidigt – oder gar der Wissenschaftstempel Universität mit seinen eingebildeten Professoren und Studenten, stets hatte er ein nettes kritisches Wort bereit. Und umgekehrt hat er viele liebevolle Briefe an seine Frau Rebecca geschrieben, die einen heute noch anrühren. Diese und andere Texte lassen uns auf unterhaltsame und nachdenkliche Weise zugleich einen ungewöhnlichen Claudius erkennen.Musikalisch begleitet wird die Lesung von Dieter Neuhäuser. Der Eintritt ist wie immer frei.
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