1. Weidmüller baut Standort Detmold aus

    Neues Kunden- und Technologiezentrum soll 2018 fertig sein

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    Detmold. Der Elektrotechnikspezialist Weidmüller baut seinen Hauptsitz aus. In Detmold investiert das Unternehmen einen zweistelligen Millionenbetrag in den Neubau eines Kunden- und Technologiecenters. "Damit schaffen wir Raum für kreative Innovationen und den Ausbau unserer globalen Kundenbeziehungen – am Innovationsstandort Detmold", erklärte Weidmüller-Vorstand Dr. Peter Köhler im Rahmen des diesjährigen Jahresabschlussgesprächs.

    Das vom Architekturbüro Merwitz konzipierte neue Customer & Technology Center (CTC) wird auf dem ehemaligen Deckers-Gelände an der Klingenbergstraße gebaut und eine Nutzfläche von knapp 12.000 Quadratmetern haben. Baubeginn ist Mitte 2016, zwei Jahre später soll es eröffnet werden. Mit rund 600 modernen Arbeitsplätzen werde das neue Gebäude als globales Zentrum zur Vernetzung der weltweiten Standorte und als Kundenzentrum dienen. Bei Weidmüller arbeiten weltweit rund 4.800 Mitarbeiter, knapp 2.000 davon am Hauptsitz in Detmold. Weidmüller blickt auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2015 zurück. Dr. Peter Köhler: "Wir konnten unser Vorjahresergebnis im fünften Jahr in Folge übertreffen und das mit einem Wachstum von circa 4 Prozent". Der Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie (ZVEI) rechne damit, dass der Markt im Gesamtjahr mit einem Plus von rund 1,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr abschließt. Somit liege das Wachstum bei Weidmüller deutlich über dem Branchenschnitt. Eine Prognose für das kommende Jahr gestalte sich aber schwierig: Unsichere politische Lagen und Krisenherde sorgten für eine allgemein instabile Lage auf den Weltmärkten: "Die Entwicklung ist derzeit nicht ganz einfach einzuschätzen. Der ZVEI rechnet jedoch mit einem weltweiten Wachstum von rund fünf Prozent", so Köhler. "Sicher ist, dass wir bei den branchenbeherrschenden Themen Industrie 4.0, Energieeffizienz und Nachhaltigkeit gut aufgestellt sind." Aus diesem Grund rechnet der Vorstand auch bei Weidmüller für 2016 mit einem deutlichen Umsatzwachstum. Und zwar vor allem in Asien und der Region Indien, Mittlerer Osten und Afrika (IMEA). Verhaltener fällt die Prognose für die heimische Industrie und in Nord- und Osteuropa aus. "Wichtig bleibt daher, dass wir unsere Internationalisierung weiterhin konsequent vorantreiben. Das stärkste Marktwachstum unserer Branche wird in den kommenden Jahren weiterhin außerhalb Europas stattfinden", so Köhler. Industrie 4.0 (die Verknüpfung von realer und digitaler Welt), Energieeffizienz und Nachhaltigkeit waren die beherrschenden Branchenthemen in den vergangenen zwölf Monaten. "Damit wachsen auch die Bedeutung von Daten und Datenverarbeitung und die Vernetzung von Geräten, insbesondere von Maschinen", verdeutlicht Köhler. In der jüngsten Vergangenheit hatte Weidmüller mehr als 40 Millionen Euro in neue Automatisierungstechnik investiert. Neben Investitionen in die Modernisierung der Produktionsanlagen in Deutschland wurde auch der Standort in Rumänien um zwei energieeffiziente Fertigungshallen mit insgesamt 6.500 Quadratmeter Fläche für die Kunststoff-Produktion erweitert. Dort arbeiten nun 600 Mitarbeiter auf insgesamt 15.000 Quadratmetern. Schwerpunkt Nachwuchsförderung Ein besonderer Schwerpunkt von Weidmüller liegt auf der Aus- und Weiterbildung der Mitarbeiter. Mit der Weidmüller-Akademie in Detmold – sowie ihrem Ableger in Asien – habe man Einrichtungen geschaffen, die den Nachwuchs gezielt fördern und sichern, für die Qualifizierung von Mitarbeitern und Kunden sorgen sowie Wissensaustausch und Vernetzung untereinander stärken. Im Fokus stehe ein interdisziplinärer sowie system- und praxisorientierter Ansatz, der den Mitarbeitern auch die nötigen sozialen wie persönlichen Kompetenzen an die Hand gibt, die durch die neuen Arbeitsprozesse der Industrie 4.0 erforderlich werden.

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