Bad Salzuflen (go). Es ist gute Tradition in Bad Salzuflen, dass sich der Bürgermeister Heiligabend bei den Sicherheits- und Rettungskräften für deren Engagement bedankt; für den ganzjährig gezeigten Einsatz im Allgemeinen und für die Dienstbereitschaft an den Weihnachtsfeiertagen im Besonderen. Bürgermeister Roland Thomas setzte diese Tradition fort, stattete jedoch aus Urlaubsgründen seinen Besuch in der Rettungswache an der Oerlinghauser Straße kurzerhand eine Woche eher ab. Die Sanitäter, Feuerwehrleute und Polizisten freuten sich sehr über den Besuch und den Dank. Nicht nur das Stadtoberhaupt ist neu, auch Ralf Mensenkamp hat gerade sein erstes Jahr als Wehrführer hinter sich. Das nahm er als Anlass, sich bei seinem Team ganz herzlich zu bedanken und hob die gute Arbeit von hauptamtlichen und freiwilligen Kräften hervor.
Fast 600 Einsätze hatte die Freiwillige Feuerwehr Bad Salzuflen im Jahr 2015. Am Vatertag gab es einen Toten bei einem Wohnungsbrand zu beklagen. "Feuer 4", die höchste Alarmstufe für Großbrände, gab es in diesem Jahr nicht. Die gegenüber 2014 etwas erhöhte Einsatzzahl führt Andreas Echterhof, stellvertretender Wehrführer, zum einen auf einen Anstieg bei den Ölspuren auf den Straßen zurück und zum anderen auf die Ende März mit Sturmtief Niklas verbundenen vermehrten Einsätze. Auch Echterhof bestätigte, dass das Führungsteam der Wehr - weiterer stellvertretender Wehrführer ist Marc Frodermann - sehr schnell zusammengefunden habe und dass die Gespräche mit der Stadtverwaltung konstruktiv verlaufen würden. Im Brandschutzbedarfsplan bündele man ein Paket, was in nächster Zeit in Angriff zu nehmen ist. Als Beispiel nannte Echterhoff eine bauliche Veränderung im Gerätehaus in Retzen, da dort jetzt auch Frauen im Löschzug sind. Besonders beschäftigt sei man natürlich im Moment mit den Planungen für die neue Feuerwache, die an der Lockhauser Straße entstehen soll. Im Januar 2016 wolle man sich mehrere moderne Feuerwachen in NRW ansehen, um sich einiges abzuschauen. Der Bürgermeister gab eine berührende, kleine Weihnachtsgeschichte um ein betagtes Salzufler Ehepaar zum Besten. Des weiteren berichtete er von einem Smartphone-basierten Notfallalarmierungssystem für qualifizierte Ersthelfer, das jüngst einen OWL-Innovationspreis eingeheimst hat und das in Gütersloh als Pilotprojekt zum Einsatz kommt. "Vielleicht wäre das auch etwas für uns in Lippe und Bad Salzuflen", meinte Thomas, denn die ersten Minuten seien meist entscheidend, gerade wenn es um lebensrettende Maßnahmen ginge.
